• Let’s Play: Elegy for a Dead World

    Nachdem ich in letzter Zeit so aktiv auf Youtube bin, wie lange nicht, kann ich auch mal wieder ein selbst gemachtes Video posten.
    Das Spiel heißt „Elegy for a Dead World“ und animiert zum schreiben, also ein Spielkonzept, das man wirklich nicht häufig findet.
    Zusätzlich dazu bietet Elegy for a Dead World auch die Möglichkeit, Englisch zu üben, also nicht nur durch Schreiben, weil: Es gibt Grammatikübungen im Spielesetting.

    Aber schaut es euch einfach mal selbst an:


  • Rezension: Ritter #1 – Wie alles begann (Spiele-Comic)

    Heute kann ich mal wieder ein echtes Juwel präsentieren. Vor einigen Tagen (knapp zwei Wochen) erreichte mich eine Email von Pegasus, die geben unter anderem die deutsche Version des BKAZ (Bestes Kartenspiel Aller Zeiten), Munchkin, heraus.
    Darin wurde ich gefragt, ob ich bereit wäre, einige Neuerscheinungen zu rezensieren. Das tat mir dann wirklich in der Seele weh, denn aus Zeitgründen musste ich mich für eine der Neuerscheinungen entscheiden. Meine Wahl fiel, als Ein-Personen-Rollenspielbuch-Veteran, auf die Spiele Comics, von denen ich zwei erhielt. Das eine dreht sich um Sherlock Holmes (Rezension folgt), das andere dreht sich um einen Bauernjungen (man hat drei zur Auswahl), der Ritter werden möchte.

     

    Ich habe meine Wahl der Neuerscheinung nicht bereut, ganz im Gegenteil! Das Spiele-Comic Ritter #1 – Wie alles begann, bietet eine wunderschöne Geschichte, die sich wirklich mit den Büchern von Joe Dever und Steve Jackson messen kann. Außerdem kommt durch die Umsetzung als sehr knuffiges Comic ein sehr schönes graphisches Element hinzu. Trotz all der Knuffigkeit der Bilder ist die Handlung der Geschichte aber wirklich 100% Fantasy-RPG, man wird nicht geschont. Ich bin dreimal zu meinen Ahnen gegangen, bevor ich es zum letzten Tag der Ritter-Queste geschafft habe. Dann hatte ich aber auch die Prüfung erfolgreich abgelegt.

     

    Hier noch das Rezensionsvideo, in dem ich noch etwas mehr sage:

     

    Ritter – Wie alles begann,hat mir einen ganz wunderbaren, abenteuerlichen Sonntag (von ca. 11:00 – irgendwann am späten Nachmittag, inklusive Kaffeepause) beschert und ich kann es jedem Rollenspieler und Comic-Fan ans Herz legen.
    Ich freue mich schon auf das andere Buch, über Sherlock Holmes, und dieses bekommt

    10/10 und noch die Ehrenmedaille


  • Steamtropolis am 01. April 2017 in der Werk°Stadt Witten

    Es ist mal wieder soweit! Eine der langlebigsten und häufigsten Steampunk-Veranstaltungen Deutschlands öffnet am 01.04.2017 erneut seine Tore: Das Steamtropolis unter der Federführung von Funkelglanz Events. Dieses Mal werde ich mal wieder alles daran setzen, selbst vor Ort zu sein (was ich am zweiten Tag als Mitglied des Viktorianischen Lesezirkels sowieso sein werde) aber vor allem geht es mir um die Party am 01.04., weil: Da spielt Victor Sierra und Captain Bob und seine Crew sind meine erklärte Lieblings-Steampunkband. Hier ein Vorgeschmack:

    Der Rest des Programms bürgt ebenso für Qualität, seht es euch selbst an:

     

     

    Also, Steampunks des fernen Westens und Umgebung! Auf auf zum Steamtropolis nach Witten!


  • Die Sache mit dem DPP dieses Jahr

    Seit einigen Tagen geistert eine Diskussion um den Deutschen Phantastik Preis durchs Netz. Es geht um die Seltsamkeit der diesjährigen Durchführung (auf neuer Veranstaltung und mit anderen Abstimmungsmodalitäten, die etwas undurchsichtig und auch rechtlich in der Durchführung dubios sind, wie Phantanews schon bemerkte) den seltsamen Mix zwischen Publikums-Voting und der undurchsichtigen Vorauswahl der bereits bestehenden Longlist und noch einiger anderer Punkte.
    Bevor ich jetzt meinen Senf dazu gebe, will ich eines voraus schicken:
    Ich habe in der Vergangenheit den Deutschen Phantastik Preis selbst gewonnen (Steampunk: Kurz & Geek und Eis & Dampf, bei letzterem war eine Geschichte von mir in der Anthologie). Des weiteren habe ich dieses Jahr selber nichts in Richtung Deutscher Phantastik Preis laufen (ich bin nur Hobbyautor). Ferner bin ich mit Personen, deren Werke bereits auf der Vorauswahlliste stehen als auch denen die übergangen wurden (ja, ich sehe das so) befreundet.
    Mein Standpunkt ist also recht neutral und ich schalte jetzt komplett auf Nerd, der sich die letzten zehn Jahre mit Webanalyse, Statistik und anderem Zahlenkram beschäftigt hat, weil bei der Vornominierungsliste eines ganz deutlich auffällt:
    Wenige Verlage dominieren die Kategorien. Es ist sogar so, dass man Verlage mit Mehrfachnominierung in einer Kategorie findet und sich die selben Verlage durch die Kategorien hindurch wiederholen.
    Ich bezweifle nicht, dass die betreffenden Verlage gute Sachen herausbringen (und gerade der Grit Richter und Fiona Bode gönne ich jeden Preis, den die beiden bekommen) aber diese unnatürliche Dominanz weniger Namen über die Kategorien hinweg ist schon sehr merkwürdig, wenn man sieht, wie viele Kleinverlage es gibt und die großen veröffentlichen ja auch. Hinzu kommt noch, dass diese Nominierung für die Longlist offenbar nicht allen Verlagen kommuniziert wurde, was dann natürlich das Bild weiter verzerrt.

    Also nochmal kurz zusammengefasst:

    1. Es ist nicht klar, wann die Longlist-Nominierungen gemacht wurden und wer die machen durfte (obwohl es angeblich 3000 Experten waren)
    2. Wenige Namen dominieren das gesamte Longlist-Feld

    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier ganz bewusst darauf hin gearbeitet wird, den Preis weniger zu einer Publikumsaktion als vielmehr zu einer Werbefläche für vom Veranstalter bereits bestimmten Verlage und deren Werke zu machen.
    Alternativ wurde durch die Vorauswahl der „Longlist-Bestimmer“ bereits dafür gesorgt, dass nur bestimmte Werke dort auftauchen, die allein durch vorherige Nennung bereits einen Abstimmungsvorteil genießen.

    Kurz gesagt: Ich finde, irgend etwas ist mächtig faul beim DPP 2017 und er hat mit dem reinen Publikumspreis, der er einmal war, nicht mehr viel zu tun.

     

    Beitragsbild © unbekannt, möglicher Weise Public Domain, Fair Use

  • Eine Geschichte in GIFs

    Ich weiß, ich weiß, ich schulde der Sarah Ricchizzi noch eine Rezension ihrer wundervollen Kurzgeschichte Der Sandkornzähler, aber es ist nun mal zum Glück gerade so, dass bei mir viel passiert.

    Die Vergangenen Wochen lassen sich mit folgenden GIFs zusammenfassen:

     

     

     

     

     

    Das, was passiert ist, war gut und mir geht es auch gut!

     


  • Lesung im „Das Buch in Eilendorf“ – Flucht in ein Sicheres Leben

    Lustig ist das Autorenleben und man kommt ein wenig rum (oder so…)

    Heute war es zum ersten mal in diesem Jahr für mich soweit, ich gab mal wieder eine Lesung. Diesmal war es nicht Steampunk, so wie es bisher der Fall war, sondern Fantasy, aus der Anthologie Flucht in ein sicheres Leben, die André Geist im Das Buch in Eilendorf organisiert hatte.

     

    Vier Autoren der Anthologie waren anwesend: André, Sarah Ricchizzi, Lila Lestrange und ich.

    Bevor ich zur Lesung selbst komme, ein ganz dickes Lob an Marcel, denn Inhaber der Buchhandlung. Das Buch in Eilendorfist eine wirklich sehr feine Buchhandlung. Nicht groß aber ausgesprochen schön und gut sortiert und er hat die Lesung super organisiert. 15 Stühle haben in den hinteren Bereich gepasst und die waren dann auch alle besetzt.

    Bei der Lesung, die von meiner lieben Freundin Judith Vogt (siehe vorheriger Beitrag) moderiert wurde, machte André den Anfang und las seine Geschichte „Die Geschichte meiner Eltern“ (geschrieben aus der Sicht eines Orks) komplett vor. Judith hatte ihn zuvor den Gästen vorgestellt, über seinen Hintergrund als Autor und seinen ‚wirklichen‘ Beruf geredet usw.

    Als nächstes kam Lila, deren Geschichte in der selben Welt angesiedelt ist wie der ihres Romans Black Silk (vollständige Rezension gibt es hier) und die ziemlich beklemmend war. Dann war ich dran, und las aus meiner Geschichte „Schlaf gut mein Kind“, hat sich ja inzwischen mein Roman Das Obsidiantor entwickelt (der in der mythischen Vorzeit meiner Geschichte spielt). Den Abschluss machte Sarah und ihre Geschichte war schon fast ein wenig humorvoll und ein wunderbares Beispiel dafür, wie man mit Bullies richtig umgeht.

    Das Publikum war sehr interessiert, es kamen einige Fragen und es gab genug Gelegenheit, Anthologien zu signieren. Eine wirklich gelungene Veranstaltung!

    Hier noch zwei Bilder, ich habe tatsächlich nur diese beiden gemacht, aber mehr gibt es auf der Facebook-Seite von Das Buch in Eilendorf.

     


  • Rezension – Die Verlorene Puppe

    Nach Die Zerbrochene Puppe und der Anthologie Eis und Dampf kommt mit Die Verlorene Puppe das dritte Werk des Autorenehepaares Judith und Christian Vogt, das im Eis und Dampf Universum angesiedelt ist.
    Ich habe mich schon lange auf das Buch gefreut (siehe auch das Podcast Interview mit Judith Vogt und Mia Steingräber weiter unten) und wurde nicht enttäuscht.
    Bevor ich aber darauf eingehe, was ich an Die Verlorene Puppe gut fand, erst mal die zwei Dinge, die mir nicht gefallen haben (das eine davon zunächst):

    • Ich fand den Ich-Erzähler einfach unsympathisch und nervig
    • Dass das ganze in einem Luftschiff-Zirkus startet, hat mir den Einstieg erschwert. Das mit dem Zirkus erübrigt sich im Laufe der Handlung auf mehr als eine Weise, aber da ich Zirkussen noch nie etwas abgewinnen konnte und ich den Zirkus Apocalástico sehr irritierend fand, war der Einstieg in die Geschichte leider etwas zäh und holprig.

    Aber jetzt zu den Dingen, die mir gefallen haben, und die überwiegen bei weitem:

    Puppe_Cover2

     

    Die Verlorene Puppe bietet eine ganze Menge, was die geneigte Leserschaft bei Laune hält, unabhängig davon, ob sie Steampunkfans sind oder nicht:

    • Die Geschichte ist fesselnd und es passiert wirklich ständig etwas. Es wird nie langweilig.
    • Die Welt, die bereits durch Die Zerbrochene Puppe und Eis und Dampf entworfen wurde, wird weiter ausgebaut und zwar von einem massiven Zuwachs der Geographie bis hin zu verschiedenen faszinierenden Details was die bereits bekannten Länder und deren Kultur und Technik angeht.
    • Alle Charaktere, denen man begegnet sind glaubhaft und einfach sehr menschlich (obwohl sie genau das vielleicht gerade nicht sind, aber ich werde hier nichts verraten).
    • Es werden Kulturen vorgestellt, die es bisher in noch kein einziges Steampunk-Buch geschafft haben, soviel ich weiß. Damit hat Die Verlorene Puppe wirklich etwas einmaliges. (Besonders gelungen fand ich ja [Achtung! Insiderwitz!] wie die Azteken ihre Nordgrenze sichern!)
    • Die andere Geschichte, die über Logbucheinträge zu Beginn jedes Kapitels erzählt wird, führt nochmal zu mehr Spannung und hat mich zu Spekulationen über den Verlauf der Handlung gebracht, die komplett falsch lagen.
    • Nichts ist so wie es zunächst scheint. So viele Geheimnisse, Wendungen und Überraschungen, man kommt aus dem Staunen kaum heraus und fragt sich, was für Gedankengänge die Autoren hatten (und ob sie ein Whiteboard mit den Handlungssträngen zuhause haben).

    Also, eine fesselnde Geschichte vor einem faszinierenden Hintergrund, unerwartete Wendungen und jede Menge Geographie, die es zu Entdecken gilt.

    Ich kann Die Verlorene Puppe Steampunks und Weltenentdeckern aller Art nur wärmsten ans Herz legen.

    Sieben von Zehn Stufenpyramiden (währen mehr geworden, wenn ich mich am Anfang nicht so schwer getan hätte)

     

    Ach ja, eines noch: Ich dachte mir von Anfang an, dass da etwas mit dem Mammut nicht stimmen konnte, da wurde ich am Ende also gar nicht überrascht.

    Die Verlorene Puppe gibt es hier beim Uhrwerk Verlag.


  • Die Zukunft von damals, wie wunderbar Retro!

    Auf Arte (einem der wenigen Sender, die man noch sehen kann), gibt es folgende Dokumentation über das Bild der Zukunft, wie man es sich in den 1960ern vorstellte, in der Mediathek zu sehen.

    Da die netten Leute von Arte so freundlich sind, einen Code Zur Einbindung auf eine Website zur Verfügung zu stellen, kann ich die Doku hier sogar zum Besten geben. Bitte schaut sie euch an, sie ist wirklich hervorragend und ausgesprochen unterhaltsam. Ganz besonders deswegen, weil wir uns ja inzwischen in der Zeit befinden, von der damals geredet wurde.
    Also. zurücklehnen und genießen:

    Und wenn ihr gerade keine Zeit habt, dieses Gif aus Raumpatrouille Orion fasst den Inhalt auch ganz gut zusammen (auf den Tanz im Hintergrund achten):

    Raumpatroullie Orion Tanz


  • Signal-Boost: Das ist ja gar kein Science-Fiction

    Ich fühle mich gerade genötigt, Signal-Booster für meinen guten Freund Stefan zu machen, der einen wunderbaren Kommentar zu den selbsternannten Wächtern der echten Science-Fiction, ihr wisst schon, die aus der guten alten Zeit, als Raumschiffe noch echte Raumschiffe waren, Strahlenpistolen noch echte Strahlen verschossen und so weiter, geschrieben hat.
    Leider ist Science-Fiction inzwischen alt genug, um dieser Art Fans zu haben, die nur das als echt und wahr bezeichnen, was sie selbst aus ihrer Kindheit und Jugend kennen und alles, was nach ihrem vierzigsten Geburtstag dazu kam kategorisch ablehnen.

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    All diesen ist der Stefans Kommentar gewidmet. Hier ein Auszug:

     

    Ich habe es über die Jah­re im­mer wie­der mal ver­nom­men, zu­meist von al­tern­den SF-„Fans“, die laut­stark die An­sicht ver­tre­ten, dass selbst­ver­ständ­li­ch „frü­her al­les bes­ser war, und das doch al­les kei­ne Sci­en­ce Fic­tion sei“. Frü­her, das ist ein nicht ganz ge­n­au zu be­zif­fern­der Zeit­raum, aber eben nicht heu­te. Aber ich schwei­fe ab. Was habe ich ge­n­au ver­nom­men? Die zu­meist auf­ge­bracht vor­ge­tra­ge­ne The­se, dass dies und je­nes, oft Pop­kul­tur, in Wirk­lich­keit gar kei­ne Sci­en­ce Fic­tion sei, son­dern nur … ir­gend so ein Mist. Je nach Al­ter (es sind nach mei­ner Be­ob­ach­tung tat­säch­li­ch über­wie­gend die äl­te­ren SF-An­hän­ger), Geis­tes­zu­stand und Fa­na­tis­mus­le­vels des Vor­tra­gen­den wird ver­schie­de­nen Spiel­ar­ten der SF pau­schal ab­ge­spro­chen, tat­säch­li­ch Sci­en­ce Fic­tion zu sein, in den meis­ten Fäl­len ohne in­halt­li­che Be­grün­dung, son­dern nur mit ir­gend­wel­chen has­tig vor­ge­tra­ge­nen Schimpf­wor­ten, oder schwumm­ri­gen Schein­ar­gu­men­ten, die we­nig durch­dacht er­schei­nen. Ger­ne vor­ne­weg kri­ti­siert im­mer wie­der mal STAR WARS, heut­zu­ta­ge nimmt man sich be­vor­zugt die di­ver­sen Spiel­ar­ten des Su­per­hel­den-Gen­res vor, aber so­gar der Er­for­schungs- und Ent­de­ckungs­se­rie STAR TREK wird ab­ge­spro­chen, tat­säch­li­ch SF zu sein. Weil? We­gen!

     

    Den vollständigen, extrem lesenswerten, Beitrag gibt es hier auf Phantanews.
    Also: Hinsurfen und lesen!


  • Non-Euclidean Æthercast – Nachruf auf Joe Dever

    Dass ich diese Æthercast so früh machen würde, hätte ich nicht gedacht und auch nie gehofft.
    Joe Dever, Autor der Rollenspielserie Einsamer Wolf ist am 30. November 2016 im Alter von 60 Jahren an den folgen einer schweren Krankheit verstorben.
    DIe Rollenspielgemeinde verliert damit einen ihrer Urväter. Für mich ist das auch persönlich ein herber Verlust, da kein anderer Rollenspielautor mein eigenes Rollenspielen so sehr beeinflusst hat wie Joe Dever mit seiner Welt Magnamund. Ich hatte das große Glück, ihn 2013 auf der RPC in Köln zu treffen.
    Hier mein Nachruf als Æthercast.

    Joe_Dever_Dead
    Joe Dever (1956-2016)