Interview mit der Crew von t = E/x²

Ich habe ja schon weiter unten über das Projekt t = E/x² berichtet, nun freue ich mich, das Interview mit den Hauptakteuren präsentieren zu können, hat leider etwas länger gedauert.
Noch mehr freut mich, dass ich mit Jasmin Wagner, auch unter ihrem 90er-Jahre Künstlernamen Blümchen bekannt, eine echten Star als Interviewpartner begrüßen zu dürfen. Um die Wikipedia zu zitieren:

[Jasmin Wagner]… gilt somit als die erfolgreichste deutsche Solokünstlerin der 1990er Jahre.

 

Hallo Ihr drei, schön, dass es jetzt doch noch geklappt hat. Erzählt uns erst mal kurz was über euch.

Andreas: Ladies first.

Jasmin: Zauberhaft! Die Künstlerin dankt! 🙂 Ich habe in den letzten Jahren auf vielen Theaterbühnen gestanden und in sehr unterschiedlichen Produktionen mitgewirkt. In „Robin Hood“ auch mit Schwert bewaffnet! Und so war ich gleich Feuer und Flamme, als mir in Aussicht gestellt wurde mit Schwert durch die Zeit zu reisen! Besser geht‘ s nicht!

Mario: Ich finde es immer sehr schwierig, mich selbst zu beschreiben. Das, was mir wichtig ist, interessiert vielleicht sonst niemanden. Fest steht: ich arbeite seit circa zehn Jahren in sehr vielen unterschiedlichen Bereichen der Medienproduktion. Zur Zeit größtenteils als Autor, Regisseur und Schauspieler. Ich würde sehr gerne noch viel mehr Schauspielern. Mal sehen, was noch kommt.

Andreas: Ich arbeite seit etwa 13 Jahren als Autor und Regisseur, vor allem in den Bereichen Kinderfernsehen und Musikvideos. Eigentlich war es aber schon immer mein Traum, Spielfilme zu machen und t=E/x² soll nun der erste ernsthafte Schritt in diese Richtung sein.

 

Wo findet man euch persönlich und das Projekt im Netz?

Andreas: Ich habe eine Website mit eigenem Blog (www.neurotainment.tv), bin bei Twitter (@gurusimon), habe einen Youtube Kanal und bin auch sonst mehr im Internet als in der realen Welt zu finden.

Mario: Mich findet man auf meiner Homepage, www.marioganss.de, auf vielen kleinen Projektseiten und auch auf YouTube.

Jasmin: www.jasminwagner.de, aber spannend ist sicher auch meine offizielle Facebook- Seite! Freue mich immer über neue Freunde!

Andreas: Und natürlich ganz wichtig: Auf www.startnext.de/tex kann man den Film auch finanziell unterstützen, was sehr wichtig ist, damit dieser Film überhaupt entstehen kann. Da gibt es auch viele Infos zum Projekt.

 

Woher kam die Idee zum Film?

Andreas: Als ich ungefähr 9 Jahre alt war, habe ich einen Film mit Freunden auf dem Schulhof gedreht. Darin ging es um eine Art Fernbedienung, die Strahlen schiessen konnte. Was auch immer von diesen Strahlen getroffen wurde, blieb stehen, wurde also sozusagen in ihrer Zeitbewegung gebremst. Um den Effekt der Strahlen zu erzeugen habe ich übrigens mit einem dünnen Filzstift die Strahlen auf den Filmstreifen des Super-8-Films gemalt. 24 Mini-Strahlen für eine Sekunde Film.

Jasmin: Cool!

Mario: Was Andreas sagen möchte, ist, dass ihn das Thema „Zeit“ schon immer sehr fasziniert hat.
Andreas: Genau. Das eigentliche Drehbuch entstand dann vor 2 Jahren auf Ibiza. Und mit der Idee war es wie mit schlechtem Wetter – Plötzlich war die Idee einfach da.

 

Wie alt ist die Idee? (soll heißen: Hattest Du, Andreas, die Idee bevor Steampunk bekannter wurde?)

Andreas: Ich denke nicht, dass der Film ein puristischer Steampunk-Film wird. Es ist eher so, dass sich durch die Zeitvermischungen in der Handlung einiges an Elementen wieder finden wird, was man sonst so eben nur aus Steampunk kennt. Mein Vater hat für mich die Requisiten entworfen und gebaut und ich hatte ihm etliche Bücher mit Steampunk-Impressionen besorgt, damit er weiß, was ich meine. Er kannte Steampunk zu dem Zeitpunkt erstmal nicht und hat aber schnell entdeckt, dass sich da unendliche Möglichkeiten für fantasievolle Kreationen in dieser Idee stecken. Daher sind da wirklich fantastische und einmalige Steampunk-Requisiten entstanden…

Mario: … die Requisiten sehen wirklich super aus! Häufig ist es ja so, dass man enttäuscht ist, wenn man eine Film-Requisite von Nahem sieht. Einfach, weil sie bei näherem Hinsehen oft sehr grob gefertigt sind. Bei diesem Film ist das anders. Allerdings haben sie auch einen großen Nachteil: fast jedes Requisit, mit dem ich während des Drehs gequält wurde, ist entweder schwer, unbequem oder scharfkantig.

Andreas: Dafür sind die Requisiten aber sozusagen echt. Was nach Metall aussieht, ist eben auch welches. Die Idee selbst war einfach da und es sind eher die Requisiten, die erahnen lassen, dass es im Grunde eine Steampunk-Geschichte ist.

 

t=E/x² - Screenshot

 

 

Andreas, wie bist Du zu Steampunk gekommen? Oder war es mehr so, dass Du die Idee zum Film hattest und dann gemerkt hast, dass es da sowas namens Steampunk gibt und t=E/x² da gut dazu passt?

Andreas: Ich weiß eigentlich gar nicht, wann ich den Begriff Steampunk als solches das erste Mal gehört habe, aber ich war schon als Jugendlicher großer Fan von Jules Verne. Und wenn man das heute liest, fühlt sich das ja irgendwie nach Steampunk an.  Zurzeit lese ich mit großer Begeisterung die Worldshaker-Romane von Richard Harland. Die habe ich eher durch Zufall entdeckt, in einer deutschen Buchhandlung auf Lanzarote, während der Dreharbeiten für t=E/x². Ich würde also eher sagen, dass der Film nicht unbedingt als Steampunk-Film geplant war, aber immer mehr dazu wird. Ich habe übrigens letztes Jahr Gred Broadmore (den Schöpfer von Dr. Grordbort) kennengelernt und ihm von dem Film erzählt.

Traveler: Das ist ja cool, den würde ich auch gerne mal treffen, Respekt! Sorry, wollte Dich nicht unterbrechen…

Andreas: Er hat auch eine Figur aus dem Film für mich gezeichnet, das zeige ich euch später mal. Jetzt wäre zu früh, da das zuviel vom Ende des Films verraten würde.

 

Alle außer Andreas: Hattet Ihr vor dem Projekt schon was von Steampunk gehört?

Jasmin: Der Retro- Futurismus des Steampunk umgab mich zwar, aber den Fachbegriff kannte ich bis dato noch nicht.

Mario: Ich hatte zuvor noch nie etwas von Steam Punk gehört. Von Andreas erfuhr ich zum ersten Mal etwas davon. Später besuchte ich noch einen Vortrag auf einer Science-Fiction Messe zum Thema. Ich liebe eigentlich jeden Ausdruck von Fantasie und da gehört Steam Punk sicherlich dazu.

 

Falls es nicht zu sehr spoilert: Wird jemand, der H.G. Wells Zeitmaschine gelesen hat, Elemente dort wiedererkennen?

Andreas: Ich liebe Wells Zeitmaschine, aber bin trotzdem froh, diese Frage mit einem klaren Nein beantworten zu können. Dieser Film wird definitiv ganz anders und man sollte auch keine allzu geradlinige Zeitreise erwarten. Die Figuren werden weniger in eine bestimmte Zeitepoche zurückreisen, sondern eher ihre eigene Zeitlinie verändern.

 

Jasmin, kannst Du uns ein bisschen was zu Deinem Charakter erzählen, falls es nicht spoilert? Wo kommt deine Figur her? Hat sie irgendwo in einer Epoche der Erde wurzeln oder ist sie von ganz wo anders? (Wenn sie z.B. aus Atlantis ist, zählt das als “von der Erde”)

Jasmin: Zu ihrer Herkunft, muß ich an den Regisseur verweisen, denn Andreas hat sich das ja schließlich ausgedacht! Er sollte das beantworten, wenn er kann! 😉  Für mich ist sie eine starke, entschlossene Figur, die ein großes Trauma erlebt hat und durch das Reisen durch die Zeit dieses Unglück ungeschehen machen will. Sie ist keine herzlose Maschine, aber die Geschehnisse der Vergangenheit haben sie ihre emotionale Seite wegdrücken lassen. Sie hat ihr Ziel fest im Auge, nichts anderes zählt! Und sie war lange auf sich selbst gestellt, bevor sie endlich einen Gefährten findet!

 

Mario, ist Deine Figur “M” mit Mission unterwegs oder eher zufällig in die Ereignisse des Films reingezogen worden (oder sowohl als auch)?

Mario: Meine Figur bekommt aus heiterem Himmel seltsame Nachrichten. Am liebsten würde er diese ignorieren, damit alles weiter normal bleibt. Aber die Faszination und die Hoffnung, die durch die Nachrichten in ihm aufsteigen, lassen ihn schließlich auf die Reise gehen.

 

Andreas, an welchen Projekten hast Du sonst noch mitgearbeitet? 

Andreas: Mich kann man ab März wieder in der Sendung „Dein Song“ sehen. Da drehe ich mit den Kandidaten dieser Sendung Musikvideos zu ihren selbstkomponierten Songs. Das mache ich nun schon seit 5 Jahren und auch diesmal werden da Songs mit tollen Stars entstehen: Lena Meyer-Landrut, Mia, Andreas Bourani und Glasperlenspiel sind zum Beispiel mit dabei. Was Spielfilme betrifft, wird t=E/x² der Erste sein, aber sicher nicht der Letzte.

 

Und die alles entscheidende Frage: Wofür steht das x in t=E/x²?

Andreas: Da halt ich mich raus 😉

Jasmin: Na sowas, der Herr!

Mario: Kartoffelbrei oder Liebe… Ich bin mir noch nicht ganz sicher.

Jasmin: Ich liebe Kartoffelbrei!

 

Kartoffelbrei und Zeitreise, das hat ja schon fast Züge von Per Anhalter durch die Galaxis… Wir werden ja sehen, was dahinter steckt. Auf jeden Fall vielen Dank für das interessante Gespräch und eure Zeit. Und nochmal der Aufruf an meine Leser:

Unterstützt www.startnext.de/tex!