Konzertbericht: Nine Treasures und Draupnir (Essen, Don’t Panic, 20.07.2016)

Nine Treasures wollte ich schon live sehen, seit ich vor etwa zwei Jahren auf sie aufmerksam wurde, dass ich es so schnell schaffen würde hatte ich nicht gedacht, aber umso besser!

Für all die, die Nine Treasures nicht kennen: Mongolischer Folk Metal, womit alles gesagt sein dürfte, hier mal eine Klangprobe:

Am vergangenen Mittwoch gab also meine bevorzugte Folk Metal Band 九大圣器 (Nine Treasures) ein Konzert im Don’t Panic in Essen, mit Draupnir aus Münster als Support.

Zur Location: Das Don’t Panic ist von der U-Bahnstation Rheinischer Platz ganz einfach zu erreichen (drei Minuten vom Bahnsteig zum Eingang und ein Pub nach meinem Geschmack. Die ganze Location riecht nach Rock’n’Roll, die Getränkekarte bietet eine ganz feine Auswahl passender Getränke (CIDER!), die Preise sind wirklich sehr moderat und die Leute sind superfreundlich. Das war bestimmt nicht mein letzter Besuch.

Das Don’t Panic hat eine kleinen separierten Bereich für Konzerte und der ist von der Art, in der Undergroundbands ihre ersten Auftritte haben. Wie mir der nette Mann am Mischpult sagte, ist der Raum nur für 100 Leute zugelassen.

Kann man hier auch ganz gut sehen, die Panoramaaufnahme entstand während des Soundchecks. Auf der Bühne ist Nine Treasures, links stehen Draupnir:

Nun zu den Bands:

 

Als erstes spielte Draupnir aus Münster. Geht mal auf ihre Facebook Seite und gebt ihnen etwas Liebe, sie verdienen es. Draupnir sind eine ganz junge Band (ich habe den Verdacht, ich könnte der Vater von Katharina, Flöte und Gesang, und Daniel, Gitarre und Gesang, sein), und ganz fantastisch. Obwohl sie nur etwa 45 Minuten gespielt haben, war der Auftritt ganz groß und hat eine Menge Spaß gemacht. Daniel ist ein Stimmungsmacher, der das Publikum gut angeheizt hat. Ich freue mich schon darauf, dass Draupnir Ende diesen Jahres eine CD veröffentlichen wird.

Hier eine Klangprobe:

Widukind from Draupnir on Myspace.

 

Und nach einem viel zu kurzen Auftritt von Draupnir (Zugabe gab es natürlich auch, siehe Gallerie, Daniel trägt für die Zugabe einen Dreispitz) kam dann der Headliner des Abends: Nine Treasures.

Oh mein Cthulhu waren die stark! Statistisch gesehen ist mindestens einer der fünf ein direkte Nachfahre von Genghis Khan und ich denke, der gute wär stolz auf diesen.
Nine Treasures haben den Raum zum Kochen gebracht (und es war ja vorher schon ziemlich heiß). Es wurde getanzt, headgebangt und was man eben sonst als Metalhead auf einem wirklich guten Konzert so macht.
Askhan, der Leadsänger hat mit dem wenig Englisch, das er benutzt hat, alles gesagt, was er brauchte: „Do you want to hear song about horse?“ Gloreich! Die Interaktion zwischen Nine Treasures und dem Publikum war überhaupt hervorragend, das lässt sich gar nicht im Worte fassen, eben weil so viel mit Gesten und ohne Worte ging. Da hat natürlich die Intimität des kleinen veranstaltungsortes viel geholfen.
Ich habe leider das Ende des Konzertes nicht mitbekommen, da ich wegen der Zugverbindung früher gehen musste.

Fazit:

  • Coole Location, richtiger Underground Club
  • Zwei großartige Bands
  • Ein absolut gelungener Abend
  • Headgebangt wie seit Jahren nicht mehr
  • Mir tut der Nacken zwei Tage später immer noch weh

Hier noch Links von Nine Treasures inklusive mehr auf die Ohren:

Nine Treasures auf Bandcamp

Nine Treasures auf Facebook

Und hier noch einige Aufnahmen vom Abend (die ersten Aufnahmen sind noch vom Soundcheck):