• Category Archives Geschichte
  • Historische Tonaufnahme – Helmuth von Moltke

    Über Herrn Captain Serenus von Clockworker kommt diese historische Tonaufnahme:

    Helmuth von Moltke, aufgenommen durch Theo Wangemann von der Edison Corporation:

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    Das Original gibt es ebenso wie viele andere historisch Tonaufnahmen auf der Seite des National Park Services der USA. Die obige Datei ist Teil einer größeren Auswahl weiterer Aufnahmen, die Herr Wangemann anfertigte. Die Sammlung ist hier zu finden.


  • Alles Gute zum Geburtstag, John Glenn

    John Glenn feiert heute seinen 90. Geburtstag. Er war der erste Amerikaner, der die Erde umkreiste und im Alter von 77 Jahren, an Bord der Discovery, der bisher älteste Mensch, der es ins All geschafft hat.

    Er war außerdem ein dekorierter Pilot und später ein Senator. Und nur um es nochmal zu sagen: Er war im Alter von 77 Jahren nochmal im Weltraum. Reibt dieses kleine Faktum jedem unter die Nase, der behauptet, für etwas zu alt zu sein.

    Also, Gratulation, Herr Glenn, Sie sind eine lebende Legende!

    Und hier noch ein leicht propagandistischer Film über sein Leben bis 1962:


  • Photo-Update zum Besuch im Ballonmuseum Gersthofen

    Das Vierte Treffen der Bairischen Gentlemen führte uns ins Ballonmuseum Gersthofen, wie bereits erwähnt. Hier nun ein paar Impressionen. Ich hoffe, dass ich zum einen oder anderen Bild die Zeit finden werde, noch ein paar erläuternde Worte zu sagen. Aber da ja ein Bild bekanntlich mehr sagt als tausend Worte, gibt es jetzt erst mal Bilder.

    Jetzt hoffe ich natürlich, dass es nicht die falschen Worte sind, die meine Bilder sagen. Hängt ja auch sehr vom Betachter ab. Das beste Beispiel hierfür ist sicher moderne Kunst.

    Also, die Photostrecke:

    Waren jetzt doch etwas mehr Bilder, als ich gedacht habe. Aber sehr fein, was für’s Auge.

    Bleibt zu hoffen, dass ich es tatsächlich noch schaffe, einige Bilder zu erläutern. Vor allem Herr von Parseval und seine bayrischen Luftschiffe verdienen eine gesonderte Erwähnung.


  • Eilmeldung: Technorama 2011 in Ulm – Oldtimertreffen

    Zum 33. Mal findet dieses Jahr das Technorama in Ulm statt!
    Im zusammenhang mit der Automobil- und Motorradfachmesse findet auch dieses Jahr wieder ein Oldtimertreffen statt. Es haben sich bereits über 1000 Enthusiasten aus Deutschland und dem benachbarten Ausland angekündigt.

    Also, für Kurzentschlossene Dieselpunks gibt se hier eine hervorragende Gelegenheit, in der auomobilen Ästhetik vergangener Zeiten zu schwelgen, es ging nämlich schon los:

    Heute, 7. Mai noch bis 18:00, morgen bis 16:00.

    Näheres gibt es unter www.motorama.de

    Technorama Ulm
    Bild (c) Technorama

    Und nacher (oder morgen) gibt’s noch den ausstehenden Bericht zum 3. Treffen der Bairischen Gentlemen.


  • Flüsterparty am 16.04.2011 – Ein Résumé

    Am vergangenen Samstag hatte ich endlich Gelegenheit, mir eine Flüsterparty von innen anzusehen. Kurz zum Thema Flüsterparty (Zitat von der Homepage der Veranstalter):

    Salonlöwen und Stummfilmdiven durchstreifen die Nacht auf der Suche nach exklusivem Vergnügen und sinnenfreudigen Abenteuern. Im Casino fiebern Dandies und Showgirls mit dem Lauf der Roulettekugel. Blackjack und Poker entfachen die Leidenschaft fürs Spiel und das feudale Spektakel gewinnt durch das entzückende Bauchladen-Mädchen an Reiz.

    Die pulsierende Gesellschaft gibt sich zur Musik der 20er bis 40er Jahre dem Tanz hin, begierig auf Neues lässt man sich ein, auf eine Lektion im Charleston. Jung und Alt erglühen gleichsam in dieser atemlosen Nacht der Lustbarkeiten.

    Die mondäne Festvität erfährt ihre Krönung mit der fulminanten Darbietung der glamurösen Burlesque-Tänzerin.

    Flüsterparty übrigens deshalb, weil diese Parties nie irgendwo angekündigts sondern nur weitergeflüstert wurden. Man wollte unter sich bleiben und nicht die Aufmerksamkeit der Obrigkeit auf sich ziehen. In diesem Zusammenhang gibt es auch noch die historischen Begriffe „Flüsterkneipe“ und „Flüsterstube“. Aber genug zu Ethymologie und Geschichte, jetzt zu dem, was eigentlich passierte.

    Ort der Handlung waren die AGV-Säle in München.
    Hier eini Bild, bevor es richtig los ging:

    AGV Saal zu Beginn der Flüsterparty

    Dieses Bild sollte sich sehr schnell ändern. Die Gäste strömten herbei und ich war hell auf begeistert, dass sich (fast) jeder in Schale geworfen hatte. Hier zwei Bilder von Gästen, die als Gruppe kamen und die mir freundlicher Weise gestatteten, die Bilder zu veröffentlichen:

    Gäste der Flüsterparty

    Gäste der Flüsterparty

    Mit der Dame im ersten Bild ganz rechts verband mich übrigens ein Film. Zur allgemeinen Belustigung, und um das gegenseitige Kennenlernen zu forcieren, wurde nämlich ein Spiel gespielt. Jeder Gast bekam eine Karte, auf der stand, zu welchem Stummfilm er oder sie gehörte, welche Rolle jeweils gespielt wurde, und was das erkennungszeichen der Schauspieler des Films sei. Ziel war es, dass komplette Schauspielerensemble zu finden, Wem dies als Gruppe zuerst gelang, erhielt einen Preis.

    Besagte Dame und ich waren beide Schauspieler in Nosferatu. Ach ja, ich hatte mich natürlich ebenso in Schale geworfen:

    Traveler Goes Dieselpunk

    Gegen 21:00 war der Tanzsaal und das Casino dann wirklich gut gefüllt, die Band hatte losgelegt und die Stimmung war schon hervorragend.

    Außerdem gab es einen EInführungskurs zu Lindy Hop, einen Modetanz der 30er Jahre:

    Lindy Hop Schnupperkurs

    Während der Tanzkurs lief, habe ich die Gelegenheit genutzt, mir an der Bar einen Gin Tonic zu gönnen und anschließend dem Teufel Glücksspiel zu fröhnen. Black Jack und Poker, um genau zu sein.

    Poker Tisch

    Der Dealer am Blackjack Tisch stellte sich übrigens als Experte für Taschenuhren heraus. Sehr interessant. Ich hatte nämlich eine zeitlich passende (sogar noch etwas ältere) Taschenuhr an mir. Die Schätzung Ihres Wertes hat mich dann sehr postiv überrascht.

    Nachdem ich einen kleinen Gewinn erspielt hatte (die Chips dafür gabs am Eingang, sie waren im Preis dabei. Gespielt wurde um Preise, die man am Ende des Abends für seine Chips bekam)  entschloss ich mich den Gästen zuzusehen, die den gerade erlernten Lindy Hop auf der Tanzfläche ausprobierten. Eine charmante junge Dame hat mich auch promt zum Tanzen aufgefordert, das musste ich aber ablehnen. Ich tanze nicht.

    Und wo ich gerade von Tanzen rede: Den Auftritt der Bourlesque Tänzerin habe ich leider verpasst, da ich mit dem Zug anreiste und den Miternachtszug nach Hause nehmen musste… Ich habe ja auch noch andere Verpflichtungen, da kkomme ich ungern erst morgens um 4 nach Hause.

    Aber ein absolut gelungener Abend und ich freue mich schon auf die nächste Flüsterparty.

    Näheres gibt es hier: www.fluesterparty.de


  • Heute vor 140 Jahren

    Nachdem ich vor einiger Zeit schon über mein besonderes Verhältnis zu Kaiser Friedrich III geblogged hatte, hier noch was historisches. Ohne ein gewisses Vorereignis, dass sich am 18. Januar 1871 zutrug, wäre der gute Friedrich nämlich gar nicht Kaiser geworden.

    Welches Ereignis? Bilder sagen mehr als tausend Worte:


  • Atlantropa – Technokratischer Dieselpunk

    Atlantropa war ein bereits vollständig durchgeplantes Bauprojekt, bei dem der Begriff „monumental“ schwer untertrieben ist. Man hätte wahrscheinlich Teile der Anlagen und die Effekte tatsächlich aus dem Weltraum gesehen.

    Letztendlich ging es darum, aus Afrika und Europa einen neuen Kontinent zu machen. Klingt wahnwitzig, ich weiß. Auf dem Reissbrett war alles schon fertig.

    Hier Teil 1 einer Dokumentation:


  • Mein Kaiser

    Ich bin aus verschiedenen Gründen einen Tag zu spät dran. Gestern am 18. Oktober 2010 wäre Kaiser Friedrich III

    Kaiser Friedrich III, Portrait

    179 Jahre alte geworden, und mit Steampunk-Technologie hätte er es vielleicht sogar geschafft. Ich halte es für eine der großen Tragödien des 19. Jahhunderts, dass Kaiser Friedrich, der als Liberaler galt, eine so kurze Zeit auf dem Thron hatte. Wäre er ähnlich alt geworden, wie sein Vater, hätte der 1. Weltkrieg vielleicht nie statt gefunden.

    Ich habe meine Gründe für diese Einschätzung in der Gatehouse Gazette No. 6 dargelegt, man kann sie also dort nachlesen. Im Zusammenhang zu meiner persönlichen Sicht von Steampunk vor einem pseudo-historischen Hintergrund nimmt Kaiser Friedrich jedenfalls eine zentrale Rolle ein.

    Da ich ja meinen Fokus auf Steampunk im Deutschen Reich ca. 1889 lege, ist Freidrich II dort und dann Kaiser, im Rollenspiel hatte er nie Krebs und ist ein Busenfreund eines gewissen Herrn von Stauffen (Insiderwitz!) und eine seiner Töchter treibt sich mit Damen herum, die nicht vollständig standesgemäß sind (noch ein Insiderwitz).

    In der Zeitlinie, in der die Expeditionen der LZ-X1 Württemberg angesiedelt sind, hatte er Krebs und hat jetzt eine Prothese für Kehlkopf und Teile des Halses, was sowohl Prothesen (besonders für Veteranen) sehr (*räusper*) modisch gemacht hat als auch die Forschung in diesem Bereich sehr anspornt.

    Hier sieht man mal, welche Auswüchse Geschichte haben kann, wenn man ein paar tropfen Æther hinzu fügt.

    In so fern ist Kaiser Friedrich II „mein“ Kaiser. Ich bin kein Monarchist, ich habe blos ein Faible für diese wunderschönen preußischen Uniformen und für Zeppeline…