• Category Archives Geschichte
  • Daimler’s Reitwagen

    Am 3. April 1885 erhielten Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach das Patent auf seinen Reitwagen:

    Daimler's Reitwagen
    Daimler's Reitwagen

    Ist es nicht schön, dieses frühe Motorrad? Besonders nett finde ich die Stützräder. Wenn man sich vorstellt, was aus den Nachfahren dieses Modells geworden ist. Inzwischen gibt es natürlich auch schon Steampunk retro-Motorräder, die diesem hier gar nicht unähnlich und doch technisch fortschrittlicher sind.

    Ach ja, bevor ich es vergesse: Der Reitwagen hatte eine Leistung von 1/2 PS.


  • Wszystkiego Najlepszego, General Maczek!

    Wäre er noch bei uns, würde General Stanislaw Maczek heute seinen 118. Geburtstag feiern.

    General Stanislaw Maczek, 1. Polnische Panzerdivision
    General Stanislaw Maczek

    General Maczek war wahrscheinlich der einzige polnische Feldkommandant, den die Wehrmacht 1939 nicht schlagen konnte. Neben seinen hervorragenden militärischen Fähigkeiten zeichnete ihn auch seine große Beliebtheit, sowohl bei seinen Offizierskollegen als auch bei den Manschaften, aus.

    Nachdem er den Krieg ungeschlagen und siegreich beendet hatte, entzog ihm die polnische kommunistische Marionettenregierung Stalins die Staatsbürgerschaft ( Maczek war der polnischen Repubik treu). Dies zwang ihn, in Großbritannien als Barmann zu arbeiten.

    Nach dem Fall des kommunistischen Regimes in Polen kehrte er in seine Heimat zurück und erhielt dort 1994 den Orden vom Weißen Adler, Polens höchste Auszeichnung, verliehen.

    Orden vom Weißen Adler
    Orden vom Weißen Adler

    General Maczek starb 1994 im hohen Alter von 102 Jahren. Er wurde auf dem polnischen Militärfriedhof in Breda, Belgien, beigesetzt.

    General Maczek's Grab
    General Maczek's Grab auf dem polnischen Soldatenfriedhof in Breda

  • Die Netphener Omnibusgesellschaft

    Kleines, nettes historisches Fundstück, das sehr steampunkig ist:

    Am 18. März 1895 wurde die Netphener Omnibusgesellschaft gegründet, die als erste motorbetriebene Omnibusse einsetzte (Motoren von Herrn Benz).

    Die Omnibusse sahen damals noch so aus:

    Ein früher Omnibus - Steampunk Style
    Ein früher Omnibus - Steampunk Style

    Ist er nicht wunderschön, der Omnibus?
    Ziemlich offensichtlich eine umgerüstete Kutsche. Aber: Das ist der Urahn des Kässbohrer Setra, den die meisten von unsbestimmt noch von Klassenfahrten und aneren reiseaktionen kennen.


  • Nosferatu – Ein frühes Meisterwerk

    Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens:

    Am 4. März 1922 (Klassische Dieselpunk Periode) kam Nosferatu in die Kinos. Ein cineastischer Meilenstein, ein Meisterwerk und zusammen mit M und Metropolis einer der bekanntesten Filme der Weimarer Republik:

    Nach dem Bankrott der Produktionsfirma PRANA, Nosferatu war, ebenso wie Metropolis, kein finazieller Erfog, kam es zu Streitigkeiten und ein Großteil der Filmrollen wurde vernichtet. Inzwischen hat man, nach langwieriger Arbeit in vielen Archiven, den Film aber wieder vollständig restauriert, es waren immernoch genug Kopien dafür im Umlauf. Die meisten der Filmrollen, die man fand, waren zwar in irgend einr Form schadhaft, aber man hatte genug Material für eine Gesamtrestauration.

    Auch hier gleicht seine Geschichte der von Metropolis…


  • Wenn der Wunsch sich erfüllt hätte…

    Friedrich III
    Kaiser Friedrich III

    Kaiser Friedrich schrieb als er selbst noch Kronprinz war, folgendes in sein Tagebuch:

    „Möge er ein tüchtiger, rechtschaffener, treuer und wahrer Mensch, der an dem Guten und schönen Freude hat, werden, (…) der es einst verstehen wird, in richtiger, würdiger und zeitgemäßer Weise die von seinem Großvater und Vater für unser großes Vaterland angebahnten Wege vorurteilsfrei zum wahren Heile desselben weiter zu führen.“

    Er sprach hier von seinem Sohn, dem späteren Kaiser Wilhelm II.

    Dieser Wunsch erfüllte sich nicht… Wäre Wilhelm II ein weniger militaristischer Herrscher gewesen, aufgeschlossener und liberaler, dann wäre vieles nicht geschehen. Keiner weiß, was die Zukunft dann gebracht hätte, aber wahrscheinlich keine zwei Weltkriege und wir hätten vielleicht heute noch richtig große Zeppeline am Himmel wer weiss… Allerdings bin ich ganz froh, dass Deutschland eine Republik ist (obwohl die CDU auch schon feudale Tendenzen zeigt).


  • Maus und Ratte

    In unserer dunklen Vergangenheit tummeln sich so einige Projekte, die jedem Dieselpunk-Enthusiasten die Handflächen schwitzig werden lassen. Abgesehen von den ganzen Jagdflieger-Projekten, die nie über das Reißbrettstadium herauskamen, gab es noch die Kampfpanzer aus der Hölle.
    Der wunderbare Tiger dürfte dem geneigten Leser bekannt sein. Wenigr bekannt sind dessen große Brüder Maus und Ratte. Während Panzerkampfwagen VIII Maus noch gebaut wurde und sich gerüchte halten, ein Modell wäre in Berlin eingesetzt worden, ist der Landkreuzer Ratte nie über die Planung herausgekommen. Das Ding wäre ja auch nicht wirklich nützlich gewesen. Wo wollte man damit herumfahren, ohne dass es am nächsten Fluss oder im nächsten feld stecken bleibt.
    Panzerkampfwagen Maus war da auch schon hart an der Schmerzgrenze… Naja, in der Sommerausgabe der Gatehouse Gazette werde ich dem ganzen Thema ein bischen mehr Zeit widmen.
    Um mal zu demonstrieren, wie gigantisch und unprakzisch Ratte gewesen wäre, hier ein Größenvergleich:

    Ratte-Maus-Tiger
    Ratte-Maus-Tiger

    Ratte hätte wahrscheinlich ein Gewicht von 1000 Tonnen gehabt… Viel Spaß an der nächsten Brücke, wirklich…

    Hier noch ein Bild von Maus:

    Panzerkampfagen-VIII-Maus
    Panzerkampfagen VIII Maus

    Und weil wir sowieso gerade von Absurditäten reden, hier noch etwas Absurdes zur Entspannung:


  • 21. Februar 1916

    Heute vor 94 Jahren begann an der Westfront die Schlacht von Verdun. Es ist müßig zu behaupten, es sei die schlimmste Schlacht des Krieges gewesen, obwohl ich das gerade in deutschen Geschichtsbüchern immer wieder lese. Französische Quellen sind hier mit den deutschen einer Meinung, für die Briten ist die grässlichste Schlacht die an der Somme.
    Wenn man jetzt zurückblickt, ist es fast eine andere Welt. Die Kriegsgegner von damals sind nun schon seit über 50 Jahren Verbündete, die Narben von damals sind in den Erinnerungen der Länder geblieben und nicht nur dort. Bis heute finden Bauern in den ehemaligen Schlachtfeldern des 1. Weltkriegs Artilleriegranaten, das wird wahrscheinlich auch noch eine Weile so weitergehen.
    Meine Generation, die im Frieden aufgewachsen ist, kann sich all das wahrscheinlich gar nicht wirklich vorstellen, was damals passiert ist.
    Dies hält begabtere Künstler des Steampunk- und Dieselpunkgenres allerdings nicht davon ab, sich auf ihre Weise mit dem Krieg zu beschäftigen. Was dabei heraus kommt, trägt auch so schon genug Schrecken in sich:

    Uhrwerks-Soldat