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  • Die Grüne Fee #2 – Vorstellung eines grandiosen Steampulpmagazins

    Ein ganzes Rudel meiner lieben Freunde aus der heimischen Steampunk- und Fantasyszene hat sich mal wieder zusammengesetzt und in einer verrauchten Absinthbar die zweite Ausgabe der Grünen Fee, Pulpgeschichten aus dem Eis & Dampf Universum ausgeheckt.

    Kurz gesagt sprengt #2 tatsächlich die bereits recht hohen Erwartungen, die ich nach dem Genuss der Erstausgabe hatte, was Layout und Darstellung des Inhalts an sich angeht, und die erste Geschichte, NorÞan und die silberne Königin, ließt sich auch schon sehr gut.

    Eine Rezension des Inhalts werde ich noch nachschieben, hier jetzt zunächst eine primär auf die Optik eingehende Vorstellung, die allerdings bereits einige Bezüge auf die Geschichten hat:

     

     

    Und der geneigte Leser kann sein eigenes Exemplar selbstverständlich hier beim Uhrwerk Verlag für kleines Geld erwerben.


  • Frost & Payne – Eine Steampunkromanserie aus der Schweiz

    Heute kann ich mal wieder etwas über Steampunk schreiben, über das ich mich richtig freue und um zu erklären, warum mich die Entdeckung einer schweizer Steampunkromanserie so freut, muss ich etwas ausholen:

    In den vergangenen Wochen führte ein Beitrag auf dem englischen Parallelblog meta-punk.com dazu, dass ich wieder verstärkt Kontakt zu Steampunks auf der ganzen Welt hatte. Es ging darum, dass ich mir die Entwicklung der Steampunkszene in verschiedenen Ländern angesehen habe und feststellen musste, dass es der deutschen Szene an Nachwuchs fehlt und sie mehr und mehrzu einem Kostüm-Schaulaufen auf Events wird.

    Mein Freund Dan Ætherman aus der Schweiz kam auf seinem Blog quasi als Reaktion zu meinem Artikel zu einem ganz ähnlichen Ergebnis, was die schweizer Szene angeht.

    Umso mehr freut es mich jetzt natürlich zu sehen, dass ich jetzt auf eine Steampunkromanserie aus der Schweiz gestoßen bin, die nicht nur sehr umfangreich ist (neun Bände seit August 2017) sondern auch ganz offensichtlich noch immer weiter ausgebaut wird.

    Die Serie dreht sich um die eponymen Protagonisten Frost & Payne und die Abenteuer , die sie in einer Steampunkversion der Erde erleben, die von der schweizer Autorin Luzia Pfyl erdacht wurde (hier noch ihre Präsenz auf Facebook).

     

    Ich habe mir jetzt den ersten Roman der Serie, Die Schlüsselmacherin, für meinen Kindle geholt und werde so bald wie möglich eine Rezension veröffentlichen.

     

    Hier schon mal die offizielle Zusammenfassung für interessierte Leser:

    Die ehemalige Diebin Lydia Frost eröffnet eine Agentur für Verlorenes und Vermisstes. Ihr neuster Auftrag führt sie ausgerechnet zurück zur berüchtigten Madame Yueh und den „Dragons“, der Organisation, von der sie sich gerade erst hart ihre Freiheit erkämpft hat. Als gäbe das nicht schon genug Probleme, muss sie auch noch den Pinkerton Jackson Payne ausfindig machen. Doch der Amerikaner hat seine eigenen Aufträge.
    Frost steht plötzlich im Kreuzfeuer und muss sich zwischen Paynes Leben und ihrer Freiheit entscheiden.

     

    Beitragsheader © Luzia Pfyl, fair use

  • 20 Jahre Harry Potter macht zwei Generationen

    Harry Potter feierte vor einigen Tagen seinen 20 Geburtstag (also das erste Buch, nicht der Film und auch nicht die Figur Harry Potter). Das ist eine Zeitspanne, die mich schmerzlich an mein Alter erinnert und die groß genug ist, das zwei Generationen hinein passen. Genau das ist jetzt bei mir zuhause passiert, die nächste Generation hatte Erstkontakt mit Harry Potter, in Form des ersten Films.

    Wir waren am Sonntag bei eine Spielgruppe der DGHK und einer der Jungs dort hat sehr lobenswerter Weise Hogwarts aus Mini-Ziegeln gebaut und die ganze Zeit von Harry Potter erzählt.

    Jetzt ist es ja so, dass ich zwar alle Harry Potter Romane gelesen habe, das Universum bei mir bzw. bei uns nicht so im Vordergrund steht (da stehen Star Wars, Star Trek, Fallout und WH40K). Mein Sohnemonster kannte Harry Potter also nicht, hörte den Ausführungen des anderen Jungen fasziniert zu und wollte auch mehr wissen. Dann kam natürlich die Frage, ob das ein Film sei und wir haben ihm dann erklärt, es seien Bücher und Filme.

    Um es abzukürzen: Das erste Buch ist jetzt auf dem Weg und den ersten Film hat er noch am selben Tag gesehen und war begeistert. Abgesehen davon hatte ich fast vergessen, was für einer faszinierenden,  wunderschönen Welt Harry Potter spielt. Da hat mich der erste Film zum Glück daran erinnert. 

    20 Jahre Harry Potter und zwei Generationen Fandom und Geekiness in meiner Familie. Mal sehen, wieviele Fanuniversen außer Star Wars und Harry Potter Sohnemonster noch begeistern können.


  • Die Sache mit dem DPP dieses Jahr

    Seit einigen Tagen geistert eine Diskussion um den Deutschen Phantastik Preis durchs Netz. Es geht um die Seltsamkeit der diesjährigen Durchführung (auf neuer Veranstaltung und mit anderen Abstimmungsmodalitäten, die etwas undurchsichtig und auch rechtlich in der Durchführung dubios sind, wie Phantanews schon bemerkte) den seltsamen Mix zwischen Publikums-Voting und der undurchsichtigen Vorauswahl der bereits bestehenden Longlist und noch einiger anderer Punkte.
    Bevor ich jetzt meinen Senf dazu gebe, will ich eines voraus schicken:
    Ich habe in der Vergangenheit den Deutschen Phantastik Preis selbst gewonnen (Steampunk: Kurz & Geek und Eis & Dampf, bei letzterem war eine Geschichte von mir in der Anthologie). Des weiteren habe ich dieses Jahr selber nichts in Richtung Deutscher Phantastik Preis laufen (ich bin nur Hobbyautor). Ferner bin ich mit Personen, deren Werke bereits auf der Vorauswahlliste stehen als auch denen die übergangen wurden (ja, ich sehe das so) befreundet.
    Mein Standpunkt ist also recht neutral und ich schalte jetzt komplett auf Nerd, der sich die letzten zehn Jahre mit Webanalyse, Statistik und anderem Zahlenkram beschäftigt hat, weil bei der Vornominierungsliste eines ganz deutlich auffällt:
    Wenige Verlage dominieren die Kategorien. Es ist sogar so, dass man Verlage mit Mehrfachnominierung in einer Kategorie findet und sich die selben Verlage durch die Kategorien hindurch wiederholen.
    Ich bezweifle nicht, dass die betreffenden Verlage gute Sachen herausbringen (und gerade der Grit Richter und Fiona Bode gönne ich jeden Preis, den die beiden bekommen) aber diese unnatürliche Dominanz weniger Namen über die Kategorien hinweg ist schon sehr merkwürdig, wenn man sieht, wie viele Kleinverlage es gibt und die großen veröffentlichen ja auch. Hinzu kommt noch, dass diese Nominierung für die Longlist offenbar nicht allen Verlagen kommuniziert wurde, was dann natürlich das Bild weiter verzerrt.

    Also nochmal kurz zusammengefasst:

    1. Es ist nicht klar, wann die Longlist-Nominierungen gemacht wurden und wer die machen durfte (obwohl es angeblich 3000 Experten waren)
    2. Wenige Namen dominieren das gesamte Longlist-Feld

    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier ganz bewusst darauf hin gearbeitet wird, den Preis weniger zu einer Publikumsaktion als vielmehr zu einer Werbefläche für vom Veranstalter bereits bestimmten Verlage und deren Werke zu machen.
    Alternativ wurde durch die Vorauswahl der „Longlist-Bestimmer“ bereits dafür gesorgt, dass nur bestimmte Werke dort auftauchen, die allein durch vorherige Nennung bereits einen Abstimmungsvorteil genießen.

    Kurz gesagt: Ich finde, irgend etwas ist mächtig faul beim DPP 2017 und er hat mit dem reinen Publikumspreis, der er einmal war, nicht mehr viel zu tun.

     

    Beitragsbild © unbekannt, möglicher Weise Public Domain, Fair Use

  • Lesung im „Das Buch in Eilendorf“ – Flucht in ein Sicheres Leben

    Lustig ist das Autorenleben und man kommt ein wenig rum (oder so…)

    Heute war es zum ersten mal in diesem Jahr für mich soweit, ich gab mal wieder eine Lesung. Diesmal war es nicht Steampunk, so wie es bisher der Fall war, sondern Fantasy, aus der Anthologie Flucht in ein sicheres Leben, die André Geist im Das Buch in Eilendorf organisiert hatte.

     

    Vier Autoren der Anthologie waren anwesend: André, Sarah Ricchizzi, Lila Lestrange und ich.

    Bevor ich zur Lesung selbst komme, ein ganz dickes Lob an Marcel, denn Inhaber der Buchhandlung. Das Buch in Eilendorfist eine wirklich sehr feine Buchhandlung. Nicht groß aber ausgesprochen schön und gut sortiert und er hat die Lesung super organisiert. 15 Stühle haben in den hinteren Bereich gepasst und die waren dann auch alle besetzt.

    Bei der Lesung, die von meiner lieben Freundin Judith Vogt (siehe vorheriger Beitrag) moderiert wurde, machte André den Anfang und las seine Geschichte „Die Geschichte meiner Eltern“ (geschrieben aus der Sicht eines Orks) komplett vor. Judith hatte ihn zuvor den Gästen vorgestellt, über seinen Hintergrund als Autor und seinen ‚wirklichen‘ Beruf geredet usw.

    Als nächstes kam Lila, deren Geschichte in der selben Welt angesiedelt ist wie der ihres Romans Black Silk (vollständige Rezension gibt es hier) und die ziemlich beklemmend war. Dann war ich dran, und las aus meiner Geschichte „Schlaf gut mein Kind“, hat sich ja inzwischen mein Roman Das Obsidiantor entwickelt (der in der mythischen Vorzeit meiner Geschichte spielt). Den Abschluss machte Sarah und ihre Geschichte war schon fast ein wenig humorvoll und ein wunderbares Beispiel dafür, wie man mit Bullies richtig umgeht.

    Das Publikum war sehr interessiert, es kamen einige Fragen und es gab genug Gelegenheit, Anthologien zu signieren. Eine wirklich gelungene Veranstaltung!

    Hier noch zwei Bilder, ich habe tatsächlich nur diese beiden gemacht, aber mehr gibt es auf der Facebook-Seite von Das Buch in Eilendorf.

     


  • Rezension – Die Verlorene Puppe

    Nach Die Zerbrochene Puppe und der Anthologie Eis und Dampf kommt mit Die Verlorene Puppe das dritte Werk des Autorenehepaares Judith und Christian Vogt, das im Eis und Dampf Universum angesiedelt ist.
    Ich habe mich schon lange auf das Buch gefreut (siehe auch das Podcast Interview mit Judith Vogt und Mia Steingräber weiter unten) und wurde nicht enttäuscht.
    Bevor ich aber darauf eingehe, was ich an Die Verlorene Puppe gut fand, erst mal die zwei Dinge, die mir nicht gefallen haben (das eine davon zunächst):

    • Ich fand den Ich-Erzähler einfach unsympathisch und nervig
    • Dass das ganze in einem Luftschiff-Zirkus startet, hat mir den Einstieg erschwert. Das mit dem Zirkus erübrigt sich im Laufe der Handlung auf mehr als eine Weise, aber da ich Zirkussen noch nie etwas abgewinnen konnte und ich den Zirkus Apocalástico sehr irritierend fand, war der Einstieg in die Geschichte leider etwas zäh und holprig.

    Aber jetzt zu den Dingen, die mir gefallen haben, und die überwiegen bei weitem:

    Puppe_Cover2

     

    Die Verlorene Puppe bietet eine ganze Menge, was die geneigte Leserschaft bei Laune hält, unabhängig davon, ob sie Steampunkfans sind oder nicht:

    • Die Geschichte ist fesselnd und es passiert wirklich ständig etwas. Es wird nie langweilig.
    • Die Welt, die bereits durch Die Zerbrochene Puppe und Eis und Dampf entworfen wurde, wird weiter ausgebaut und zwar von einem massiven Zuwachs der Geographie bis hin zu verschiedenen faszinierenden Details was die bereits bekannten Länder und deren Kultur und Technik angeht.
    • Alle Charaktere, denen man begegnet sind glaubhaft und einfach sehr menschlich (obwohl sie genau das vielleicht gerade nicht sind, aber ich werde hier nichts verraten).
    • Es werden Kulturen vorgestellt, die es bisher in noch kein einziges Steampunk-Buch geschafft haben, soviel ich weiß. Damit hat Die Verlorene Puppe wirklich etwas einmaliges. (Besonders gelungen fand ich ja [Achtung! Insiderwitz!] wie die Azteken ihre Nordgrenze sichern!)
    • Die andere Geschichte, die über Logbucheinträge zu Beginn jedes Kapitels erzählt wird, führt nochmal zu mehr Spannung und hat mich zu Spekulationen über den Verlauf der Handlung gebracht, die komplett falsch lagen.
    • Nichts ist so wie es zunächst scheint. So viele Geheimnisse, Wendungen und Überraschungen, man kommt aus dem Staunen kaum heraus und fragt sich, was für Gedankengänge die Autoren hatten (und ob sie ein Whiteboard mit den Handlungssträngen zuhause haben).

    Also, eine fesselnde Geschichte vor einem faszinierenden Hintergrund, unerwartete Wendungen und jede Menge Geographie, die es zu Entdecken gilt.

    Ich kann Die Verlorene Puppe Steampunks und Weltenentdeckern aller Art nur wärmsten ans Herz legen.

    Sieben von Zehn Stufenpyramiden (währen mehr geworden, wenn ich mich am Anfang nicht so schwer getan hätte)

     

    Ach ja, eines noch: Ich dachte mir von Anfang an, dass da etwas mit dem Mammut nicht stimmen konnte, da wurde ich am Ende also gar nicht überrascht.

    Die Verlorene Puppe gibt es hier beim Uhrwerk Verlag.


  • Gropßrojekt: Das Obsidiantor

    Ich komme in letzter nicht annähernd oft genug dazu, in (auf ?) diesem Blog einen Artikel zu veröffentlichen, weil ich gerade an einem Roman schreibe. Genauer gesagt ist die Rohfassung fast fertig. Sie steht bei etwas über 50.000 Worten und die Beta-Version ging schon an einige Testleser raus.

    Einige Informationen in aller Kürze:

    Titel des Romans ist Das Obsidiantor

    Der zeitliche Rahmen ist, wenn man es historisch sieht, etwa die späte Bronzezeit.

    Die Nekromanten sind die Guten! (Weil ich natürlich nur positiv über meine bevorzugte Fantasy-Berufsgruppe schreibe).

     

    Hier ein wirklich klitzekleiner Auszug, die Szene spielt sich ca. auf Seite vier oder fünf ab:

     

    Die Nekromantin konzentrierte sich wieder auf das einzelne Phantom, das jetzt am fernen Rand

    des Dorfes auf der Straße schwebte, dort, wo es die Krieger bis zu den untoten Reitern und Wölfen

    verfolgt hatte. Irgend etwas lebte dort im Dorf noch, Durelge konnte es kaum spüren, aber da war

    etwas. Es war Zeit, dass sie sich persönlich umsah. Vielleicht gab es noch verwertbares Material

    zwischen den Ruinen. Sie durchstreifte das Dorf alleine. Wenn es hier nach dem Überfall der

    Söldner noch lebende Tiere gegeben hatte, so waren diese schon längst vor den Untoten geflohen.

    Die einzigen Laute, die sie hörte waren das Knacken der schwelenden Holzbalken und das Zischen

    feuchten Strohs in den vielen kleinen Feuern. Nein, da war noch etwas anderes, ein unterdrücktes

    Stöhnen und jetzt wurde Durelge klar, warum sie das Leben nur schwach spüren konnte. Es waren

    zwei Leben, die so eng verwoben waren, dass ihre Funken sich gegenseitig immer wieder vor dem

    Gespür der Nekromantin verbargen. Zwei verwobene Leben. Hier brachte eine Frau ein Kind zur

    Welt. Durelge fluchte innerlich. Hätte sie einen lebenden Hund bei sich gehabt, wäre es ein

    leichtes gewesen, Mutter und Kind aufzuspüren, so musste sie sich auf ihr Gehör verlassen. Ihre

    Fähigkeit, beseeltes Leben zu spüren war hier fast nutzlos.

     

    Mehr zu Das Obsidiantor und der Welt, in der der Roman angesiedelt ist, gibt es im passenden Blog.

    Wenn ich fertig bin, passiert auch wieder mehr hier (mindestens, um die Werbetrommel weiter zu rühren).


  • Unheimliche Begegnung der nervigen Art

    Vorsicht, ich lasse Dampf ab! Oder wie man auf Englisch sagen würde: This is a rant!

    Jetzt ist es ja so, dass ich mich hin und wieder als Autor betätige und es jetzt schon in ein paar Anthologien geschafft habe.

    Eine dieser Anthologien war Flucht in ein sicheres Leben. Da ging es, wie der Name schon sagt um Flüchtlinge und ein Euro von jedem Verkauften Buch ging an eine Organisation, die Flüchtlingen hilft.

     

    Flucht_in_Ein_Sicheres_Leben_Cover
    Vor diesem Hintergrund, und gerade weil die Anthologie im Zuge der syrischen Flüchtlingskrise entstand, könnte man eigentlich davon ausgehen, dass die Beteiligten eine gewisse Toleranz an den Tag legen, was andere Kulturen angeht und insgesamt sehr in Ordnung sind.

    Weit gefehlt.

    Ich hatte vor einigen Tagen nicht nur eine der wütend machendsten sondern auch eine der seltsamsten Konversationen meines Lebens. Die Konversation fand zwischen mir und jemand anderem statt, der mit der Anthologie zu tun hatte und begann mit meiner Meinungsäußerung, dass jede Frau frei wählen sollte, ob sie Hijab, Niqab oder was auch immer tragen will und wir diese Meinung respektieren sollten.

    Daraufhin wurde ich als ISIS-Sympathiesant und dann als Nazi bezeichnet und der Grund, weshalb diese Person wusste, dass ich so denke (obwohl ich nur was zur Kleiderwahl von Frauen gesagt hatte) lag an…

     

    TROMMELWIRBEL

     

    Der Geschwindigkeit in der meine Argumente kamen.

    Mit anderen Worten: Die Tatsache, dass ich ziemlich schnell für die freie Kleidungswahl für Frauen (unabhängig der Religionszugehörigkeit) argumentieren kann, beweist, dass ich sowohl ein Nazi als auch ein ISIS-Anhänger bin.

     

    Ich habe die Logik hinter dieser Äußerung bis heute nicht verstanden, aber das macht nichts, ich muss ja auch nicht alles verstehen…

     


  • Non-Euclidean Æthercast – Interview mit Mia Steingräber und Judith Vogt

    Ich hatte kürzlich die Gelegenheit, Mia Steingräber, Illustratorin Extraordinaire, und Judith Vogt, Wortschmiedin par excellence, gemeinsam mit einem ganzen anderen Rudel ausgesprochen interessanter Leute auf einer Party zu treffen, Mias Sommerfest um genau zu sein.

    Abgesehen davon, dass das das beste Sommerfest war, an dem ich seit ca. 25 Jahren teilgenommen habe, hatte ich außerdem die Gelegenheit, mit den beiden Damen ein Interview zu führen.

    Wir sprachen zunächst über das Projekt Die Grüne Fee, Groschenheftgeschichten in der Welt der Zerbrochenen Puppe, kamen dann aber schon bald auf weitere Projekte rund um die Zerbrochene Puppe, aber hört selbst.

    Die Musik im Hintergrund ist übrigens live von Sober Truth, geht mal auf deren Facebook Seite und gebt ihen etwas Liebe.

     

    Und hier noch zwei optische Eindrücke von der Grünen Fee:

     

    Grüne_Fee

     

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    Wie im Interview bereits angemerkt, wer Interesse hat, kann die Grüne Fee direkt über Judith Vogts Homepage beziehen, kostet lediglich 2,50 € und lohnt sich!

    Und wenn ihr noch mehr Illustrationn von Mia Steingräber bewundern wollt, und wieso solltet ihr das auch nicht, hier gibt es ihre Werke gleich zweimal:

    Facebook

    DeviantArt

     

     

     


  • Rezension: Traumschrott von Christian Krumm

    Ich hatte das Glück, eine Geschichte aus Traumschrott bei einer Lesung in Essen zu hören, in der verschieden Autoren der Edition Roter Drache aus ihren Werken vorlasen und war sofort fasziniert.

    Traumschrott ist eine Sammlung von 12 Kurzgeschichten, die sich alle um ein zentrales Thema drehen, den Traumschrott. Der Traumschrott entsteht auf verschiedene Weise, in manchen Geschichten aus den zerstörten Träumen der Protagonisten, in anderen Geschichten wird der Traumschrott aber direkt von den Akteuren produziert. Im letzteren Fall ist es mehr ein Traum aus Schrott, der entsteht.

     

    Traumschrott - Cover

     

    Die Geschichten selbst sind sehr tiefgründig und regen zum Nachdenken an. Da ist zum Beispiel die Geschichte eines Künstlers, der kurz davor steht, eine Ausstellung zu eröffnen, und damit einen Lebenstraum zu erfüllen. Leider wird dieser Traum zu nichte gemacht, aber nur weil ein anderer Traum, der von sehr vielen Menschen, in Erfüllung geht. Hier stellt sich die Frage: Wie viele Träume werden durch die Erfüllung eines großen Traums zerstört?
    Dann ist da die Geschichte eines Mannes, der seine Macht ausnutzt, um die Träume anderer zu zerstören oder zu untergraben und sie mit einem toxischen, bösartigen Traum zu ersetzen.

    Jede der Kurzgeschichten zeigt eine andere Facette von Traumschrott, ein neuer Traum der zerbricht oder niemals wirklich die Chance hatte, real zu werden. Die Träumer ebenso wie die Zerstörer sind dabei ganz alltägliche Leute, wie man sie täglich auf der Straße trifft, gerade das macht die Geschichten so einprägsam und real. All dieser Traumschrott findet sich im Leben aller, nicht jede Facette, aber ich bin sicher, dass sich jeder Leser in mindestens einer Geschichte wiederfindet.

    Traumschrott ist ein sehr fesselndes, aber kein einfaches Buch. Jede Geschichte endet mit einem kleinen Stich in die Seele. 12 schmerzvolle Geschichten aus dem kollektiven Traumgedächtnis unserer Gesellschaft.

    9 von 10 Zeppelinen.