• Category Archives Literatur
  • Es greift weiter um sich

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    Jo, allmählich macht sich Steampunk auch in der deutschen Literaturlandschaft breit. Zwei grandiose Veröffentlichungen für 2012 habe ich ja bereits angekündigt.

    Erstaunlicher Weise habe ich von den hier abfotografierten Werken und Autoren bisher nichts gehört.

    Das heißt: Ich begebe mich mal zu Goodreads und schaue nach, wer und was das genau ist.


  • In 10 Schritten zu einer Wahnsinnsstory

    Meine liebe Freundin Christin von Elsterberg hat ein wunderbares Zehn-Punkte-Programm zusammengestellt, mit der jeder halbgebildete Kretin eine vorzügliche Steampunkgeschichte (oder vielleicht sogar einen Roman) schreiben kann.

    Wenn ich mir diese zehn Schritte so ansehe und sie mit verschiedenen Beiträgen in diversen Communities vergleiche, muss ich feststellen, das Christins Rat bereits von einer beachtlichen Menge Hobbyliteraten beachtet wird.

    Hier also nun das Kochrezept in vollem Umfang:

     

    1. Lasse deine Geschichte immer in London spielen.
      Was? meinst du, es gibt noch viele andere Städte in denen es cool wäre, und die schon von Haus aus ein sehr steampunkiges Flair haben, so wie Budapest, Berlin oder Paris?
      Vergiss es!
      Deine Geschichte muss in London spielen…. Oder in irgendeiner amerikanischen Stadt, die genauso wie London ist.
    2.  Gebe deinen Helden Namen wie „Sir Brian Frederick Amadeus Horst Blackwood“ oder „Lady Amber Helena Prusselia Hedwig Windston“.
      Lange Namen kommen immer gut, und man kann sich ein paar Wörter zusammenklauen.
    3. Baue, völlig zusammenhanglos Wörter wie „Dampf“, „Uhrwerk“ und „Äther“ ein (was auch immer das ist) .
      Lasse deine Charaktere auch stets darüber reden!
      Bsp.: Lady Clarissa Aurelia öffnete die Türe ihrer Dampfkutsche, richtete ihr Uhrwerksmonokel und schritt hin zur Ätherfabrik.
    4. Lasse deine Helden stets einen Zylinder mit Goggles tragen. Auch sollten sie immer eine Taschenuhr bei sich haben, auch wenn sie niemals vorkommt und auch in der Geschichte keine wesentliche Rolle spielt. Immer!

      Steampunk Microwave
      (c) PixelKiwi
    5. „Emanzipation war damals die Freiheit nicht arbeiten zu müssen.
      Viele Frauen sahen ihr Lebensziel darin, zu heiraten, Kinder zu kriegen und diese zu erziehen. In der Mittel- und vor allem der Oberschicht galt es als verwerflich, wenn eine Frau arbeitete, denn die Frau galt damals als persönlicher Besitz ihres Gatten, den sie moralisch unterstützen sollte, und keine seiner Handlungen in Frage stellen durfte.“     (Originalauszug aus meiner Matura-Arbeit über die Viktorianische Epoche)
      Was für ein Blödsinn! In deiner Geschichte sind alle Frauen emanzipiert und setzen immer ihren eigenen Kopf durch. Und natürlich akzeptieren die Männer das! Was bleibt ihnen auch übrig bei so viel Frauenpower.
    6. Dein weiblicher Charakter kämpft gegen Monster, grässliche Verbrecher und dampfbetriebene Roboter, nichtsdestotrotz trägt sie dabei immer ein Korsett, um auszusehen wie eine Sanduhr und ihre Organe damit zu beschädigen. Das hält sie aber nicht davon ab, herumzuspringen und atemberaubende Kunststücke und Stunts zu vollführen.
      Außerdem sollte sie, wenn möglich, sehr knapp und sexy gekleidet sein. (Sie sollte anrüchiger aussehen, als viktorianische Prostituierte.)
    7. England wird prinzipiell immer  (siehe Punkt 1. ) von einer Königin regiert! Wenn möglich, sollte sie Viktoria heißen und einen Gatten namens Albert haben.
    8.  Was wäre ein vollkommenes Buch ohne Romantik Ganz genau, rein gar nichts! Und  sollte deine Geschichte, sagen wir mal, mit  einem romantischen „Stelldichein“ der beiden Helden gipfelt, darf natürlich ein… *hust* steampowered Lady’s device nicht fehlen….*räsuper* *rotwerd*
    9. Lasse deine Helden per Zufall immer Verschwörungen aufdecken, die das Königshaus, oder zumindest den Rest der ganzen zivilisierten Welt  bedrohen.
      Was soll ich da noch mehr dazu sagen? Natürlich hat der Schurke immer einige fiese Handlanger (fett, haarig, ansonsten hirnlos) und ist selbst ein Vertrauter der königlichen Familie.
      Beschreibe ihn so, dass man sofort merkt, dass er der Böse ist (schwarze, gegelte Haare, Monokel, Glasauge, gerne auch Schnurrbart etc.)
    10.  Zeige nur die guten Seiten der Viktorianischen Epoche (Moment mal! Erinnern wir uns nicht? Kinderarbeit, Prostitution, Ausbeutung der Kolonien, die große Hungersnot in Irland)
      Diese Probleme kannst du vielleicht am Rande erwähnen, aber sie sind nichts im Vergleich zu den wahren Problemen in deinem Steampunkbuch, wie  böse Schurken, die die Weltherrschaft an sich reißen wollen!

    Fassen wir in unserem kleinen Kurs noch mal zusammen.

    Held + Korsett + Zylinder + Goggles + Taschenuhr x (Dampf+ Äther + Uhrwerk) – soziale Probleme +Schurke + Königin + Mary Sue Namen = Brilliante Steampunkgeschichte!

    Womit alles gesagt ist. Falls jemand noch mehr literarische Schützenhilfe beim Schreiben seiner eigenen Steampunkgeschichte benötigt, einfach mal eine Ætherpost schreiben, ich sehe dann, was noch machbar ist. In der zwischenzeit wünsche ich allen, die sich jetzt animiert, inspiriert und beflügelt fühlen, viel Erfolg.


  • Steampunk Literatur für 2012

    Wie es aussieht, werden im kommenden Jahr einige große Namen der Steampunkliteraturszene ihre Werke auf dem deutschsprachigen Markt unterbringen.

    Lavie Tidhar hat einen Vertrag mit Pieper unterzeichnet, sein Roman Bookman erscheint im Mai, da freue ich mich schon wie ein Schneekönig.

    Eine Rezension des Originals The Bookman ist ja auf dem englischen Schwesterblog dieses Blogs zu finden. Im englischen Sprachraum ist ja schon der Nachfolgeroman zu Bookman erschienen und im Februar folgt der dritte Teil der Serie, The Great Game. Aber hier schonmal das Cover der deutschen Ausgabe:

    Cover von Bookman von Lavie Tidhar

    Glücklicher Weise hat sich Pieper dazu entschieden, das Cover der bei Angry Robot Books erschienenen Originalausgabe zu verwenden, was mir ziemlich Hoffnung gibt.

    Tee Morris un Pip Ballantine hatten da nämlich etwas weniger Glück… Wie mein Freund Alex schon schrieb, kann man über das Cover der deutschen Ausgabe von Phoenix Rising nämlich etwas geteilter Meinung sein:

    Books & Braun Deutsches Cover

    Zugegeben, Miss Braun sieht fast genau so aus, wie ich sie mir vorstelle, aber die ganzen Zahnräder im Hintergrund… Steampunk ist nicht gleich Zahnrad, wie oft muss das eigentlich noch wiederholt werden? Aber gut, es ist schon mal schön, dass sich auch hochwertige Literatur auf dem deutschen Steampunkmarkt tummelt. Was ich da bisher aufgegriffen habe, entsprach nicht so ganz meinen Vorstellungen.

    In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein ganz hervorragendes Jahr 2012, und nein, die Welt wird ganz bestimmt nicht untergehen.

     

     


  • Steampunk Feature bei SpecFlash

    SpecFlash ist ein Online Magazin rund um Spkulative Fiktion, daher der Name, das drei bis viermal im Jahr erscheint und kostenlos heruntergeladen werden kann. Hinter SpecFlash stehen Rainer Schwippl und Thomas Rabenstein, beides Veteranen der Perry Rhodan Szene.

    Die neueste Ausgabe SpecFlashs beschäftigt sich eingehend mit dem Thema Steampunk:

    Titelseite von SpecFlash 9 (Steampunk Ausgabe)

    Knüpft direkt an meinen Beitrag „Die Szene nimmt Fahrt auf“ an. Man findet Steampunk auch vermehrt in anderen Onlinepublikationen. Sehr fein. Vielen Dank an das Team von Specflash für das Feature!

     

    Spec Flash 9 gibt’s hier:

    PDF hohe Qualität 10,7 MB

    PDF niedere Qualität 6,3 MB

    Viel Spaß bei der Lektüre!


  • Die Szene nimmt fahrt auf

    Die Steampunk Szene in Deutschland, vielmehr im deutschsprachigen Raum, bewegt sich immer schneller vorwärts. Thalia hat in verschiedenen Filialen ein Steampunk-Special in Zusammenarbeit mit Feder und Schwert laufen:

    Steampunk Banner Thalia

    Leider nicht bei mir vor Ort, sonst hätte ich schon längst mal darüber berichtet…

    Und man findet Steampunk immer häufiger in den etablierten Medien, wir sind sichtbarer. Passend zum Wave Gotik Treffen gab es zum Beispiel diesen Bericht in der Leipziger Volkszeitung. Besonders auffällig: Wir Æthernomaden bekommen erstaunlich wenig schlechte Presse ab.
    Ich spekuliere, das liegt daran, dass man mit schräg-viktorianischen Gestalten nicht so wirklich reibungslos Satanismus und ähnlichen Unfug in Verbindung bringen kann, wie das bei Gothics und Metal Heads der Fall ist.

    Zurück zum Thema und anknüpfend an die Thalia-Aktion: Es erscheint immer mehr Steampunk-Literatur auf Deutsch. Mehrheitlich Übersetzungen, aber immerhin. Man kann ja nicht nur ständig etwas über Liebesbeziehungen mit Vampiren und Teenage-Magier lesen. Da bekommt man ja Literatur-Skorbut… Zu einseitig.

    Pieper wird die Romane von Lavie Tidhar veröffentlichen, der Deal steht, soviel ich weiß (es sei denn, Lavie hat sich einen Scherz mit mir erlaubt) und hier ist ein deutscher Steampunk-Trailer für einen weiteren Roman des Genres, das is das erste Mal, dass ich sowas auf Deutsch sehe:

    Also, es geht vorwärts, wir sind schon beinahe Mainstream…


  • Mein Kaiser

    Ich bin aus verschiedenen Gründen einen Tag zu spät dran. Gestern am 18. Oktober 2010 wäre Kaiser Friedrich III

    Kaiser Friedrich III, Portrait

    179 Jahre alte geworden, und mit Steampunk-Technologie hätte er es vielleicht sogar geschafft. Ich halte es für eine der großen Tragödien des 19. Jahhunderts, dass Kaiser Friedrich, der als Liberaler galt, eine so kurze Zeit auf dem Thron hatte. Wäre er ähnlich alt geworden, wie sein Vater, hätte der 1. Weltkrieg vielleicht nie statt gefunden.

    Ich habe meine Gründe für diese Einschätzung in der Gatehouse Gazette No. 6 dargelegt, man kann sie also dort nachlesen. Im Zusammenhang zu meiner persönlichen Sicht von Steampunk vor einem pseudo-historischen Hintergrund nimmt Kaiser Friedrich jedenfalls eine zentrale Rolle ein.

    Da ich ja meinen Fokus auf Steampunk im Deutschen Reich ca. 1889 lege, ist Freidrich II dort und dann Kaiser, im Rollenspiel hatte er nie Krebs und ist ein Busenfreund eines gewissen Herrn von Stauffen (Insiderwitz!) und eine seiner Töchter treibt sich mit Damen herum, die nicht vollständig standesgemäß sind (noch ein Insiderwitz).

    In der Zeitlinie, in der die Expeditionen der LZ-X1 Württemberg angesiedelt sind, hatte er Krebs und hat jetzt eine Prothese für Kehlkopf und Teile des Halses, was sowohl Prothesen (besonders für Veteranen) sehr (*räusper*) modisch gemacht hat als auch die Forschung in diesem Bereich sehr anspornt.

    Hier sieht man mal, welche Auswüchse Geschichte haben kann, wenn man ein paar tropfen Æther hinzu fügt.

    In so fern ist Kaiser Friedrich II „mein“ Kaiser. Ich bin kein Monarchist, ich habe blos ein Faible für diese wunderschönen preußischen Uniformen und für Zeppeline…


  • Nautilus 79: Steampunk und Gaslight-Fantasy

    Das Nautilus Magazin widmet seine 79. Ausgabe den Genres Steampunk und Gaslight-Fantasy. Mehr dazu gibt’s auf der Nautilus Homepage und hier noch die Meldung des Abenteuer Medien Verlags inklusive Cover der Ausgabe:

    In der Oktober-Ausgabe des monatlichen Fantasy-Magazins NAUTILUS –
    Abenteuer & Phantastik zischt und rumst es ordentlich, denn es geht um
    Fantasy mit Dampf dahinter. Die Coverthemen der Ausgabe sind
    ungewöhnliche Mystery-Thriller um Mord und Magie, Steampunk, skurrile
    Gaslight-Fantasy, Alternate History und Superschurken.

    Aktuell erscheinen vermehrt Romane und auch Filme rund um ein
    alternativ-historisches Setting eines ausgehenden 19. Jahrhunderts mit
    Magie und obskurer Dampfmaschinentechnik, die sich dem Genre des
    Steampunk- und der Gaslight-Fantasy zuordnen lassen. In der Ausgabe
    79, 10/2010, diskutieren deshalb die acht deutschsprachigen Autoren Ju
    Honisch, Markus Heitz, Bernd Perplies, Thomas Plischke, Victoria
    Schlederer, Peter Schwindt, Thomas Thiemeyer und Andreas Zwengel die
    Möglichkeiten und Ausprägungen des Steampunk und stellen ihre
    betreffenden Romanprojekte vor. Dazu kommen Gepräche mit Scott
    Westerfeld zu seinem Steampunk-Roman „Leviathan“ und mit Oliver
    Plaschka zu „Die Magier von Montparnasse“ sowie eine Leseprobe zu
    Bernd Perplies Gaslight-Fantasyroman „Magierdämmerung: Für die Krone“.

    Wie dieses skurril-anarchiche Steampunk-Setting filmisch aussehen
    kann, zeigen im Heft diverse Filmbeispiele sowie Interviews mit den
    Filmmachern der Kurzfilme „The Anachronism“ und „Reise zum Mars“. Und
    Ende September kommt Luc Bessons Mystery-Thriller „Adèle und das
    Geheimnis des Pharaos“ nach den „Adèle Blanc-Sec“-Comics von Jacques
    Tardi in die deutschen Kinos. Darin muß sich eine junge
    Abenteuerroman-Schriftstellerin mit einem frisch geschlüpften
    Flugsaurier, lebenden Mumien und durchgeknallten Wissenschaftlern im
    Paris des Jahres 1912 auseinandersetzen. Der Comic-Schöpfer, Regisseur
    Luc Besson und die Adèle-Darstellerin Louise Bourgion berichten im
    Heft von den Dreharbeiten. Und die Spieleschmiede Pixelcage gibt einen
    Einblick in das Game-Desgin des PC-Adventures „Jekyll & Hyde“ nach dem
    Gaslight-Romanklassiker von Robert Louis Stevenson.

    Weitere Themen dieser NAUTILUS sind u.a. eine Top Ten der größten
    Superschurken der Popkultur anläßlich des Filmstarts von „Ich –
    einfach unverbesserlich“, ein Feature zum Endzeit-Drama „The Road“
    nach dem Roman von Cormac McCarthy mit Viggo Mortensen in der
    Hauptrolle, und Regisseur Zack Snyder liefert ein Preview zu seinem
    Animations-Abenteuer „Die Legende der Wächter“.

    Die soeben im Handel und bei Online-Buchhändlern wie Amazon
    erschienene Print-Ausgabe kann bereits seit Anfang des Monats auf der
    NAUTILUS-Homepage vorab komplett und gratis durchgeblättert werden.
    Die im Heft vorgestellten Steampunk-Kurzfilme können online angeschaut
    werden, und es gibt Filmclips, Video-Interviews und Trailer zu den
    Feature-Filmen der Ausgabe. Und per Preview gibt es einen Ausblick auf
    die November-Ausgabe der NAUTILUS, in der es u.a. um den Tod in der
    Fantasy, teuflische Dämonenjäger, Voodoo und kultige Zombies geht.


  • Ausgabe 11 der Gatehouse Gazette

    Die Gatehouse Gazette gehört zu den meistgelesensten Steampunk- und Dieselpunkpublikationen im Ætherweb und jede Ausgabe ist thematisch einmalig und hervorragend. Was mir besonders gefällt, ist die Internationalität der Redakteure und Authoren. Anders als andere Bereiche von Steampunk und Dieselpunk im Ætherweb wird sie nicht von US Amerikanern dominiert. Mr. Ottens, der Chefredakteur ist Niederländer, andere Redakteure sind aus Belgien, Kanada, Großbritannien und, natürlich, Deutschland (meine Wenigkeit).

    Diese Ausgabe dreht sich um den Orient im Viktorianischen Zeitalter und dessen Perzeption und Rezeption im Westen. Geographisch umspannt das Themengebiet das Gebiet zwischen dem Osmanischen Reich bis Japan und historisch reicht es bis in die heutige Zeit, mit den Stereotypen und Memen, die der Oreint im Westen hinterlassen hat.

    Gegenwärtig gibt es die Gatehouse Gazette nu in Englisch, sie ist es aber in jedem falle wert, gelesen zu werden.

    Also, entspannt euch bei einer Schale Grünen Tee und lest:

    Gazette-Issue-11
    Gatheouse Gazette Ausgabe 11

  • Barrieren im Ætherweb

    Wie mit vielen anderen Dingen im Ætherweb ist es auch mit Steampunk so, dass sich der Löwenanteil der Dinge im Ætherweb auf Englisch abspielt. Dies hat mich ursprünglich dazu bewogen, meine Steampunk-bezogenen aufzeichnungen auf Englisch zu verfassen.

    Zum Glück bin ich dieser Sprache mächtig, was ich einer Kombination aus Schule, Studium, längerem Auslandsaufenthalt (ich bezeichne Nottingham als meine Heimatstadt) und familiären Beziehungen (USA und Irland) verdanke. Damit ist also schon mal diese Sprachbarriere beseitigt. Ich würde geren besser Französisch sprechen, als dies der Fall ist, zum einen gibt es eine ganze Reihe französischer Steampunk-Seiten im Netz und zm anderen war ich früher ganz passabel darin, Französisch zu sprechen, nur hatte ich in den letzten 15 Jahren wenig Gelegenheit, meine Kenntnisse praktisch zu nutzen.

    Wie dem auch sei…

    Um zu Englisch zurückzukehren, ich verfasse den Großteil meines Steampunk-Materials auf Englisch, um ihm einen größerem Publikum zugänglich zu machen und weil es mir hilft, meine literarischen Fähigkeiten auf Englisch zu trainieren.

    Ich schreibe nun schon seit einigen Wochen an einer Romanfassung der Expeditionstagebücher, die hier zu finden sind:

    Diese wird vollständig in Englisch verfasst, das erste Kapitel ist bereits als Download erhältlich, als Vorgeschmack, quasi. Ich kann gegenwärtig noch nicht sagen, wann zumindest die erste Expedition vollständig in Romanform vorliegt, etwa ein Drittel ist bis jetzt geschafft.

    OK; soviel zu den Gründen, weshal der größte Teil meiner Steampunk-Arbeit auf Englisch erfolgt und hier noch ein Bild zum Abschluss:


  • Sherlock Holmes Lesung

    So, wir  waren gestern auf einer kleinen, sehr feinen Lesung von „Sherlock Holmes und der Blaue Karfunkel“ im NIEDERLASSUNG in der Buttermelcher Straße 6 in München. Sehr fein, wirklich sehr fein. Der Laden war gesteckt voll, es gab superdelikaten Schokoladenkuchen und nette Begleitung hatten wir (meine Frau und ich) auch dabei. Die Idee hatte sowieso Anja, die uns über Facebook auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht hat. War zwar etwas kurzfristig, die Lesung war gestern Abend, die Einladung kam gestern Nachmittag, aber es hat ja trotzdem geklappt.

    Sherlock Holmes macht ja durch den Film jetzt gerade einen ziemlichen Hype durch, was ich aber alles andere als Schlecht finde. Mehr Steampunk-Victoriana-Flair für die Massen!

    Gelesen wurde von Deef Pirmasens:

    Deef Pirmasens liest Sherlock Holmes

    Sehr angenehme Stimme, der Herr Pirmasens. Außerdem hat jeder Akteur der Geschichte seine eigene Stimme bekommen, was der Lesung noch mehr Tiefe gab.

    Musikalische Begleitung, sehr stimmige musikalische Begleitung, wurde geliefert von Sascha Biebergeil:

    Sascha Biebergeil, musikalische Begleitung

    Das hat auch sehr schön dazu gepasst und die atmosphäre sehr gemütlich gemacht. EIne ganz hervorragende Gesamtkomposition meine Herren! Großes Lob und vielen Dank!

    Ja, der Steampunk von Welt sollte sich und tut sich hin und wieder eine passende kulturelle Veranstaltung gönnen. Es ist ja nicht so, als seien wir ein ungebildeter Haufen von Rüpeln, oder wie es so schön im Englischen heisst, Ruffians.

    Also nochmal kurz zusammengefasst war das gestern ein sehr schöner, gelungener literarischer Abend. Solche Veranstaltungen macht das NIEDERLASSUNG öfter, das merke ich mir mal vor.