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  • Gropßrojekt: Das Obsidiantor

    Ich komme in letzter nicht annähernd oft genug dazu, in (auf ?) diesem Blog einen Artikel zu veröffentlichen, weil ich gerade an einem Roman schreibe. Genauer gesagt ist die Rohfassung fast fertig. Sie steht bei etwas über 50.000 Worten und die Beta-Version ging schon an einige Testleser raus.

    Einige Informationen in aller Kürze:

    Titel des Romans ist Das Obsidiantor

    Der zeitliche Rahmen ist, wenn man es historisch sieht, etwa die späte Bronzezeit.

    Die Nekromanten sind die Guten! (Weil ich natürlich nur positiv über meine bevorzugte Fantasy-Berufsgruppe schreibe).

     

    Hier ein wirklich klitzekleiner Auszug, die Szene spielt sich ca. auf Seite vier oder fünf ab:

     

    Die Nekromantin konzentrierte sich wieder auf das einzelne Phantom, das jetzt am fernen Rand

    des Dorfes auf der Straße schwebte, dort, wo es die Krieger bis zu den untoten Reitern und Wölfen

    verfolgt hatte. Irgend etwas lebte dort im Dorf noch, Durelge konnte es kaum spüren, aber da war

    etwas. Es war Zeit, dass sie sich persönlich umsah. Vielleicht gab es noch verwertbares Material

    zwischen den Ruinen. Sie durchstreifte das Dorf alleine. Wenn es hier nach dem Überfall der

    Söldner noch lebende Tiere gegeben hatte, so waren diese schon längst vor den Untoten geflohen.

    Die einzigen Laute, die sie hörte waren das Knacken der schwelenden Holzbalken und das Zischen

    feuchten Strohs in den vielen kleinen Feuern. Nein, da war noch etwas anderes, ein unterdrücktes

    Stöhnen und jetzt wurde Durelge klar, warum sie das Leben nur schwach spüren konnte. Es waren

    zwei Leben, die so eng verwoben waren, dass ihre Funken sich gegenseitig immer wieder vor dem

    Gespür der Nekromantin verbargen. Zwei verwobene Leben. Hier brachte eine Frau ein Kind zur

    Welt. Durelge fluchte innerlich. Hätte sie einen lebenden Hund bei sich gehabt, wäre es ein

    leichtes gewesen, Mutter und Kind aufzuspüren, so musste sie sich auf ihr Gehör verlassen. Ihre

    Fähigkeit, beseeltes Leben zu spüren war hier fast nutzlos.

     

    Mehr zu Das Obsidiantor und der Welt, in der der Roman angesiedelt ist, gibt es im passenden Blog.

    Wenn ich fertig bin, passiert auch wieder mehr hier (mindestens, um die Werbetrommel weiter zu rühren).