• Tag Archives Rollenspiel
  • Rezension: Ritter #1 – Wie alles begann (Spiele-Comic)

    Heute kann ich mal wieder ein echtes Juwel präsentieren. Vor einigen Tagen (knapp zwei Wochen) erreichte mich eine Email von Pegasus, die geben unter anderem die deutsche Version des BKAZ (Bestes Kartenspiel Aller Zeiten), Munchkin, heraus.
    Darin wurde ich gefragt, ob ich bereit wäre, einige Neuerscheinungen zu rezensieren. Das tat mir dann wirklich in der Seele weh, denn aus Zeitgründen musste ich mich für eine der Neuerscheinungen entscheiden. Meine Wahl fiel, als Ein-Personen-Rollenspielbuch-Veteran, auf die Spiele Comics, von denen ich zwei erhielt. Das eine dreht sich um Sherlock Holmes (Rezension folgt), das andere dreht sich um einen Bauernjungen (man hat drei zur Auswahl), der Ritter werden möchte.

     

    Ich habe meine Wahl der Neuerscheinung nicht bereut, ganz im Gegenteil! Das Spiele-Comic Ritter #1 – Wie alles begann, bietet eine wunderschöne Geschichte, die sich wirklich mit den Büchern von Joe Dever und Steve Jackson messen kann. Außerdem kommt durch die Umsetzung als sehr knuffiges Comic ein sehr schönes graphisches Element hinzu. Trotz all der Knuffigkeit der Bilder ist die Handlung der Geschichte aber wirklich 100% Fantasy-RPG, man wird nicht geschont. Ich bin dreimal zu meinen Ahnen gegangen, bevor ich es zum letzten Tag der Ritter-Queste geschafft habe. Dann hatte ich aber auch die Prüfung erfolgreich abgelegt.

     

    Hier noch das Rezensionsvideo, in dem ich noch etwas mehr sage:

     

    Ritter – Wie alles begann,hat mir einen ganz wunderbaren, abenteuerlichen Sonntag (von ca. 11:00 – irgendwann am späten Nachmittag, inklusive Kaffeepause) beschert und ich kann es jedem Rollenspieler und Comic-Fan ans Herz legen.
    Ich freue mich schon auf das andere Buch, über Sherlock Holmes, und dieses bekommt

    10/10 und noch die Ehrenmedaille


  • Rezension: Die Venus – Quellenbuch für Space: 1889

    Space: 1889 erlebt ja in den letzten Jahren eine Renaissance, es gibt eine Romanserie (auf Englisch) und der Uhrwerkverlag publiziert das Regelwerk in Deutsch und bringt auch eigenständig Material heraus, das es so in der englischen Originalausgabe nie gab.

    Eines dieser Materialien ist der Band Die Venus:

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    Die Venus bietet sich natürlich besonders als deutsche Originalausgabe an, da dieser Planet im Space: 1889 Universum aus verschiedenen Gründen vom Deutschen Reich dominiert wird, und der Uhrwerkverlag hat wirklich keine Mühen gescheut, dem Kaiserreich mit diesem Band alle Ehre zu machen, das fängt schon beim Hardcover und ausgesprochen schönen und detaillierten Titelbild an. Ganz hervorragend, Herr Fetsch.
    Schlägt man das Cover auf, findet man eine Karte der deutschen Kolonie und der angrenzenden Gebiete. Das Buch ist inhaltlich schön gegliedert, nach einer kurzen Übersicht über die Venus werden die einzelnen Kolonien und Außenposten vorgestellt, allen voran die deutsche Kolonie, gefolgt von der britischen und bis hin zu verschiedenen unabhängigen und teilweise geheimen Siedlungen.
    Die großen Kolonien werden mit mehr Tiefe beschrieben und allein aus diesen Beschreibungen kann man schon genug Anregungen für Abenteuer auf der Venus ziehen.

    Was mir besonders gefallen hat: Wer die englischen Spielmaterialien von Space: 1889 kennt, weiß, dass sich die amerikanischen Autoren mit nicht-Englischen Namen auf inzwischen schon fast kultig-schlechte Weise schwer tun. Die Autoren von Die Venus waren dagegen erfolgreich darin, realistische Namen für alle Personen und Orte auf der Venus, passend zu Sprache und Kultur der jeweiligen Kolonie zu finden.

    Den Beschreibungen der Kolonien folgt ein Abschnitt über die Venusier, deren Kultur, Stämme, Technologie, Religion etc. Die Autoren haben sich hier richtig ins Zeug gelegt, ganz großes Kino. Das Kapitel über die Venusier ist, zusammen mit den Mysterien der Venus am Ende des Quellenbandes mein persönliches Highlight in einem insgesamt sehr starken und lesenswerten Quellenband.

    Aufgelockert werden die Texte übrigens überall durch Illustrationen wie diese hier:

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    oder auch diese (na, wer kennt das Original?):

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    Dem Kapitel über die Venusier folgt eines über Flora und Fauna (Velociraptoren!) zu der auch so etwas wie ein Riesenweberknecht gehört, wer immer den sich ausgedacht hat, sollte mal zum Arzt gegen…, dann Abenteueranregungen und Beispielcharaktere und ein Kapitel über Chemie, weil: Auf der Venus gibt es viel, was das irdische Chemikerherz erfreut.

    Den Abschluss machen, wie erwähnt, die Mysterien der Venus und da sind wirklich ein paar Knüller dabei, seht es euch selbst an!

    Also, Die Venus is ein ganz hervorragender Quellenband, der in keiner Space: 1889 Bibliothek fehlen sollte, detaillereich, spannend geschrieben und mit einem Schatz an Abenteuerideen, der viele spannende Rollenspielabende garantiert.

    10 von 10 Zeppelinen

    (ein kleines Manko: Nicht alle interessanten Charaktere haben Spielwerte, deshalb kein „Editor’s Pick“)

     


  • Ein Tag auf der RPC 2013 in Köln mit Soirée im Anschluss

    Am vergangenen Samstag war ich auf der Role Play Convention in Köln, nachdem ich die letzten 13 Jahre auf keinem vergleichbaren Event mehr war, war das mehr als bitter nötig.
    Rückblickend kann ich sagen, dass ich mich treten könnte, hier nicht schon mal früher einen Abstecher hin gemacht zu haben. Zumindest in den Jahren 2000 bis 2004 wäre das durchaus drinne gewesen.
    Ich hätte mich allerdings noch viel mehr getreten, wenn ich erfahren hätte, wer dieses Jahr alles auf der RPC war, wenn ich nicht hingegangen wäre. In so fern war es also fast schicksalhaft, dass ich da war.
    Der Besuch begann schon sehr gut. Ich wusste nicht genau, wo ich lang musste, aber vor mir gingen zwei imperiale Offiziere (vom Todesstern). Ich ging einfach hinterher und fragte nebenbei, ob sie von der 501. Legion wären, was sie bejahten.

    In der Messehalle selbst (die RPC fand in der Messe Köln statt) fielen mir gleich mehrere recht junge Steampunker auf, die ich gleich ansprach ob sie Mitglieder im Rauchersalon seien, waren sie aber nicht. Sie haben sogar ziemlich verwirrt ausgesehen, naja. Ich habe mir dann erst mal die ganze Halle angeschaut, die Cosplayer und vor allem die anderen Mitglieder der 501. Legion bewundert und noch mehr Steampunker gesehen.
    Dann habe ich Anja Bagus angerufen, die mir auch gleich beschrieb, wo sie stand und nach gefühlten siebeneinhalb Stunden Suche durch die Halle habe ich sie dann auch gefunden. Bei ihr stand der Herr Hoffmann von Feder & Schwert, womit ich gleich zwei Online-Bekanntschaften auf einmal in reale verwandeln konnte (da kamen noch mehr hinzu im Laufe des Tages).

    Anja war mit Gefolgsleuten da, und wir sind dann erst mal ein wenig über die Convention gezogen. Es war wirklich auffällig, wie viele Steampunker rumliefen, die waren zusammen mit den Piraten wirklich die beliebteste Kostümierung. Wir werden doch nicht etwa Mainstream?

    Die Stunden auf der RPC vergangingen wie im Flug, es gab so viel zu sehen. Besonders einprägsam war meine Begegnung mit Joe Dever, dem Autor der Einsamer Wolf Rollenspielbücher, er ist auch unten in der Gallerie, und die weibliche Version des Silent Hill Pyramid Heads. Letztere hat nicht wirklich irgendwas mit Steampunk zu tun, ist aber für sich genommen schon ausgesprochen großartig.
    Ach, die Herren, die im Eigenverlag in Österreich ein Steampunkrollenspiel herausgebracht haben, sollen auch nicht unerwähnt bleiben. Näheres gibt es unten in der Bildergallerie.

    jedenfalls war es dann im Handumdrehen kurz vor 19 Uhr und ich habe mich zusammen mit Anja Bagus und Begleitung ins Galiley begeben, zum Steampunk Soirée. Da gab es dann gutes Essen, eine sehr interessante Variante des White Russian (mit Sprühsahne und Schokosplittern) und jede Menge gute Gespräche über Steampunk, LARP, Optionen für den EuroSteamCon in Deutschland und die Erkenntnis: Online Trolle bekommen das Maul nicht auf, wenn man sie real trifft. War ja zu erwarten.

    Also ein äußerst gelungener Tag und nächstes Jahr geht es hoffentlich wieder auf dei RPC

    Und hier noch einige Bilder:


  • Space 1889 Kurzfilm

    Mal ganz schnell ein wirklich schönes Update rund um Space 1889. Wenn ich mich nicht irre, ist es das erste SteampunkRollenspiel, das auf den Markt kam. Es wird gerade neu aufgelegt, mit ziemlich viel drum rum und eine deutsche Ausgabe ist in Planung.

    Lange Rede kurzer Sinn, mein Freund Matthias ist im deutschen Space 1889 Projekt involviert, und hat folgendes Video gepostet, das ich hier jetzt mal ganz frech klaue:

     

    Space1889-Planentenprojekt: Mars from DereGlobus on Vimeo.

     
    Und hoffentlich später kommt hier auch noch mal die Ankündigung, die ich bereits auf meinem englischen Parallel-Blog gepostet habe.

     

    Mars - Image by NASA
    Und so sieht der Mars wirklich aus

     


  • Steampulpfantasy

    EIgentlich hätte ich darauf schon länger mal hinweisen sollen:

    Ein paar polnische (glaube ich) Steampunk- und Rollenspielenthusiasten haben sich zusammengetan und Steampulpfantasy ins Leben gerufen.

    Von dem, was auf der Website zu sehen ist (sowohl Grafik als auch Regelwerk) muss ich sagen, ich bin sehr angetan. Das Regelwerk erscheint nicht zu kompliziert, die Welt ist mir zwar ein wenig zu Fantasylastig aber insgesamt, alles sehr schön gemacht. Besonders gut gefällt mir das Konzept hinter Steam Pulp Fantasy und einige kleine Details, wie das unvermeidliche Gadget, dass jeder Held haben sollte. Beispiele reichen von einem exzellenten Stockdegen über ein Krtistallglasmonokel bis hin zu einem kugelsicheren Korsett.
    Man sieht schon, die Leute hinter Wolsung hatten eine ganze Menge Spaß. Die Basisregeln für einen schnellen Einstig kann man außerdem kostenlos herunterladen:

    Wolsung Test Drive

    Also, beim nächsten Rollenspielabend, vielleict mal die etwas andere Steampunk-Spielwelt Wolsung ausprobieren! Ich für meinen Teil werde wohl ein paar Elemente des Regelwerks klauen und bei mir verwenden (spiele Chaosium Basic Roleplaying mit Steampunk-Hintergrund).


  • Rollenspiel und Zeitbegrenzung

    Auf Clockworker bei Grou.ps findet gerade eine Expedition per Luftschiff statt (Rollenspiel). Der Initiator der Expedition, mein guter Freund und Mit-Zeppelinenthusiast Luftschiffharry, hat mich sogar zum Kommodore der Expedition ernannt.

    Hat mich natürlich sehr gefreut, dass ich gleich so eine prominente Rolle bekommen habe, nur konnte und kann ich mich nicht wirklich darum kümmern, da ich momentan und in den nächsten Monaten jemanden besonderen habe, um den ich mich kümmern muss: Meinen Sohn, heute seit 11 Tagen bei uns.

    Allerdings kann ich jedem meiner Leser empfehlen, mal bei der Clockworker-Gruppe vorbei zu schauen und sich anzumelden. Da geht ganz schön was ab. Ist denke ich, eine der aktivsten deutschen Steampunk-Seiten im Netz.

    Ich werde natürlich weiter versuchen, meine beiden Blogs aktuell zu halten. Es gibt weiterhin viel zu berichten und in der deutschen Szene tut sich auch so einiges, kommt mir zumindest so vor. Auf jeden Fall sind in letzter Zeit erstaunlich viele Zeppelin-Paraphrenalia zu haben gewesen (*freu*), wie z.B. eine ganz wunderbare Krawattennadel, die ich jetzt mein Eigen nenne.

    OK, ich widme mich jetzt wieder meiner Familie und verlasse den Blog mit einem sexy Dieselpunk-Bild:

    Ace of Spades by rblokker


  • Cave Con 2010

    In zwei Wochen ist es wieder soweit, einer der traditionsreichsten Rollenspiel-Cons Bayerns, wenn nicht sogar Deutschlands findet ein weiteres mal statt. Ich werde mich natürlich in Schale werfen und zumindest in leichter Steampunkausrüstung aufschlagen.
    Mehr ist aber wirklich nicht drin. Meine Frau und ich reisen mit leichtem Gepäck nach Aschaffenburg, in der 1. Klasse. Man muss ja wenigstens so tun, als sein man mit dem Orient Express während des „Golden Age of Travelling“ unterwegs.
    Ich für meinen Teil werde auf dem Cave Con eine Steampunk Runde und wahrscheinlich auch mal wieder eine Cthulhu Runde leiten, da freue ich mich ja jetzt schon drauf. Außerdem habe ich meine Replika Infanteriestiefel (1914) neu besohlen lassen, die genagelten Sohlen waren zwar sehr authentisch, für den Straßen- und Parkettgebrauch aber ungeeignet.

    Mal sehen, wie ich mich dann tasächlich letzten Endes kleiden werde, die 1930 Motoradbrille kommt auf jeden Fall mit, meine Pfeife ebenso. Ich hoffe auch, eine Reihe Bilder machen zu können, die ich dann mit meiner Leserschaft teilen werde.

    Und jetzt noch was nettes zum Abschluss:

    Uhrwerks-Vogelscheuche
    Uhrwerks-Vogelscheuche